merken

Görlitz

Felgenhersteller hat jetzt einen Betriebsrat

Die IG Metall ist bei ihrem Kampf um Mitbestimmung in der oberlausitzischen Metallbranche in Kodersdorf einen Schritt vorangekommen.

Symbolbild ©  dpa

Die IG Metall ist bei ihrem Kampf um Mitbestimmung in der oberlausitzischen Metallbranche einen Schritt vorangekommen. Bei der Borbet Sachsen GmbH in Kodersdorf wurde jetzt erstmals ein Betriebsrat gewählt. Am Dienstag kam der neugewählte Betriebsrat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen und nahm damit seine Arbeit auf.

Über 70 Prozent der Beschäftigten bei Borbet beteiligten sich Ende Juni an der Betriebsratswahl und setzten damit aus Sicht der IG Metall ein „eindeutiges Zeichen für Mitbestimmung“. Bisher gab es lediglich eine Belegschaftsvertretung ohne betriebsverfassungsrechtliche Grundlage.

Anzeige

Das haben die Filmnächte zu bieten

Deutschlands größtes Freilicht-Kino ist zurück! In der 29. Saison finden vor der schönen Kulisse Dresdens zahlreiche Veranstaltungen für Jung und Alt statt. 

Der Betriebsrat besteht aus elf Mitgliedern, darunter viele polnische Kollegen. Die Mehrheit der Mandate konnte die IG Metall gewinnen. „Borbet in Kodersdorf war der letzte Standort der Borbet Gruppe in Deutschland ohne Betriebsrat. Die Betriebsratswahl ist deshalb ein besonders großer Erfolg für die Kolleginnen und Kollegen, die jetzt die Möglichkeit haben sich für ihre berechtigten Interessen einzusetzen“, erklärt Uwe Garbe, zuständiger Gewerkschaftssekretär der IG Metall. „Diese Betriebsratswahl ist gut für die Wirtschaftsregion Ostsachsen, denn aus Erfahrung wissen wir: Betriebe mit Betriebsräten sind innovativer, wettbewerbsfähiger und haben bessere Arbeitsbedingungen. Diese Betriebe brauchen wir in unserer Region.“

Die Borbet Sachsen GmbH in Kodersdorf beschäftigt über 580 Mitarbeiter, darunter viele polnische. In dem Unternehmen werden Leichtmetallräder für die Automobilindustrie gefertigt. Produktionsstart war vor zwei Jahren. Borbet ist in der Region Ostsachsen ein wichtiger Arbeitgeber. Bisher gab es am in Kodersdorf – anders als an allen anderen deutschen Borbet-Standort – keinen Betriebsrat. (SZ)

Mehr lokale Artikel:

www.sächsische.de/goerlitz

www.sächsische.de/niesky