merken
PLUS Sachsen

Sächsischer MDR-Chef bleibt im Amt

Der MDR-Rundfunkrat hat entschieden: Der Chef des Landesfunkhauses Sandro Viroli bleibt weitere vier Jahre im Amt. Welche Pläne er hat.

Ulrich Liebenow, MDR-Betriebsdirektor (l.), Karola Wille (Intendantin)und Sandro Viroli.
Ulrich Liebenow, MDR-Betriebsdirektor (l.), Karola Wille (Intendantin)und Sandro Viroli. © MDR Mitteldeutscher Rundfunk

Leipzig. Der Journalist Sandro Viroli steht weiter an der Spitze des MDR-Landesfunkhauses Sachsen in Dresden. Der Rundfunkrat stimmte am Montag in Leipzig der Berufung zu. Virolis jetzige fünfjährige Amtszeit endet im September 2021. Ab Oktober soll er für vier Jahre das Funkhaus leiten.

Intendantin Karola Wille betonte: „Sandro Viroli zählt zur Gründungsgeneration des MDR und zählte stets zu den Verfechtern einer engeren Verzahnung der Audio-, Video- und Onlineangebote.“ Er habe, heißt es zur Begründung, inhaltliche und strukturelle Weichenstellungen vorgenommen, um das Funkhaus trimedial aufzustellen. Zudem habe sich Viroli für die Stärkung sorbischsprachiger Programmangebote eingesetzt. In diesem Jahr sei deren Sendezeit erweitert sowie das neue digitale Studio in Bautzen in Betrieb genommen worden.

Anzeige
Herpes in Corona-Zeiten
Herpes in Corona-Zeiten

Lippenherpes ist ein Zeichen für Probleme mit dem Immunsystem. Und auch beim Thema Maske sollte größte Vorsicht gelten.

Beitragsfrage offen

Viroli ist seit 2011 Direktor des MDR-Landesfunkhauses. Er wurde 1957 in Italien geboren und absolvierte in Saarbrücken eine kaufmännische Ausbildung. Später studierte er Betriebswirtschaft und arbeitete ab 1980 für den Saarländischen Rundfunk. Unter anderem war er Assistent des Chefredakteurs und produzierte Beiträge für die Tagesschau. 1991 wechselte er zum MDR nach Thüringen. Ab 1995 arbeitete er als Redaktionsleiter Nachrichten in der Fernsehdirektion.

Der MDR wird als Anstalt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks durch den pro Monat und Haushalt erhobenen Rundfunkbeitrag finanziert. Um die geplante Erhöhung um 86 Cent auf 18,36 Euro ab Januar ist in der Politik eine heftige Debatte entbrannt. Aufgrund der föderalen Strukturen der Medienpolitik müssen der Anhebung alle 16 Landesparlamente zustimmen.

Weiterführende Artikel

Rundfunkbeitrag: Was sich bei ARD und ZDF ändern muss

Rundfunkbeitrag: Was sich bei ARD und ZDF ändern muss

Die Erhöhung des Rundfunkbeitrages wird heftig debattiert. Das liegt nicht nur an den 86 Cent, die jetzt oben drauf kommen. Ein Kommentar.

In Sachsen ist das Ja wahrscheinlich. In Sachsen-Anhalt tendiert die Mehrheit zur Ablehnung. Damit wäre die Anhebung zunächst gestoppt, könnte aber gerichtlich erwirkt werden. Wegen Sparbemühungen fällt der Wirtschaftsplan des Landesfunkhauses etwas geringer aus, wie es in einer internen Veröffentlichung heißt. Zur Begründung wird auf die offene Beitragsfrage verwiesen.

Mehr zum Thema Sachsen