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Deutschland & Welt

Neue Puppen in der Sesamstraße

Die „Sesamstraße“ will geflüchteten Kindern mit Rohingya-Puppen helfen. Damit sollen Kinder, die kaum Zugang Bildung haben, lernen.

Die neuen Puppen sind für die meisten Rohingya-Kinder etwas Besonderes, weil sie die ersten Charaktere in den Medien sind, die ihnen ähnlich sehen.
Die neuen Puppen sind für die meisten Rohingya-Kinder etwas Besonderes, weil sie die ersten Charaktere in den Medien sind, die ihnen ähnlich sehen. © Screenshot Youtube

Dhaka. Die Macher der Kindersendung „Sesamstraße“ haben zwei neue Figuren entwickelt, die Kindern in den weltgrößten Lagern für Geflüchtete in Bangladesch beim Lernen unterstützen sollen. Die Zwillinge Noor und Aziz sind wie die Zielgruppe geflüchteter Kinder aus der Volksgruppe der Rohingya.

Damit sollen die Kinder, die kaum Zugang zum Bildungssystem haben und deren Familien vor Militärgewalt im Nachbarland Myanmar geflohen sind, zum Beispiel Mathematik lernen. Auch die Wichtigkeit des Händewaschens sei Teil des Lernprogramms, sagte eine Mitarbeiterin der bangladeschischen Hilfsorganisation Brac, die vor Ort mit den „Sesamstraße“-Machern zusammenarbeitet.

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Noor und Aziz kämen zusammen mit anderen Sesamstraße-Charakteren wie Grobi in Videos, Büchern und anderen Lernmaterialien für junge Geflüchtete vor, hatte der Sesame Workshop in New York kürzlich erläutert.

Laut den Produzenten der Sendung sind die neuen Puppen für die meisten Rohingya-Kinder etwas Besonderes, weil sie die ersten Charaktere in den Medien seien, die wie sie aussähen und klängen.

Ähnliches Lernprojekt für syrische Flüchtlingskinder

Noch hat das „Sesamstraße“-Programm in den Rohingya-Lagern nicht begonnen, sagte die Mitarbeiterin der Hilfsorganisation Brac. Denn wegen Corona sind die Lernzentren in Lagern wie alle anderen Schulen in Bangladesch seit fast einem Jahr geschlossen. Sie hofft aber, dass sich das wie von Behörden angekündet bald ändert.

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In den überfüllten Camps leben Hunderttausende Rohingya, gut die Hälfte von ihnen sind Kinder. Die meisten sind 2017 aus Myanmar nach Bangladesch geflohen. Die Vereinten Nationen bezeichnen die Verfolgung der muslimischen Minderheit in Myanmar als anhaltenden Völkermord. Das Militär und die Regierung unter der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi stehen wegen der Verfolgung international in der Kritik. Etliche Rohingya wollen in ihre Heimat zurückkehren. Aber die Verhandlungen der Vereinten Nationen mit Myanmar verlaufen schleppend.

Die „Sesamstraße“ hat nach eigenen Angaben ein ähnliches spielerisches Lernprojekt für syrische, geflüchtete Kinder im Libanon und in Jordanien. Das Projekt soll ihnen auch helfen, traumatische Erlebnisse zu bewältigen. (dpa)

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