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Warum heute ein alter Dresden-"Tatort" läuft

Wer am Sonntagabend auf einen neuen "Tatort" hofft, wird enttäuscht. Die ARD sendet lediglich eine Wiederholung aus Dresden. Worum geht es?

Die Ermittlerinnen Henni Sieland (l, Alwara Höfels) und Karin Gorniak (Karin Hanczewski) in einer Szene des Tatort "Wer jetzt allein ist".
Die Ermittlerinnen Henni Sieland (l, Alwara Höfels) und Karin Gorniak (Karin Hanczewski) in einer Szene des Tatort "Wer jetzt allein ist". © Wiedemann & Berg/MDR/Daniela Incoronato/dpa

Dresden. Ein Mord auf dem Parkplatz einer Diskothek, die Spur führt zu einem Datingportal - und die Ermittlerinnen in einen Undercover-Einsatz in Sachen Liebe. Nicht wundern, wenn Ihnen das bekannt vorkommt. Die ARD wiederholt am Pfingstsonntag um 20.15 Uhr den sechsten Fall des Dresdner "Tatort"-Teams unter dem Titel "Wer jetzt allein ist".

Grund für die Wiederholung ist das Pfingstwochenende. Einen neuen "Tatort" sendet die ARD am Montagabend - dann mit den Ermittlern aus Bremen.

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Einschalten könnte sich am Sonntagabend dennoch lohnen, denn der Krimi lockte bei Erstausstrahlung vor drei Jahren fast acht Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. Der "Tatort" vom Mai 2018 hatte einen Marktanteil von 25,4 Prozent.

"Tatort" aus Dresden: Die Handlung in der Übersicht

Worum geht es? Der Mörder lauert in der Dunkelheit. In panischer Angst läuft eine junge Frau aus der Disco zu ihrem Auto. Aber die Sicherheit trügt, ein Vermummter reißt die Fahrertür wieder auf: der Mann erdrosselt Doro brutal in wenigen Sekunden. "Was macht eine 22-Jährige auf einer Ü30-Party?", fragen sich die Kommissarinnen Henni Sieland (Alwara Höfels) und Karin Gorniak (Karin Hanczewski) wenig später neben der Leiche.

Die Ermittlungen erfordern ihren ganzen Einsatz, zum Ärger ihres Chefs Schnabel (Martin Brambach). Keine verwertbaren Spuren, keine Augenzeugen, nur eine traumatisierte Freundin des Opfers. Laura hatte mit der Studentin telefoniert, den Mord unfreiwillig mitangehört - und ist nun selbst in Gefahr. Von ihr erfährt die Kripo, dass Doro als "Birdy" im Onlinedating-Portal "Love Tender" mit reiferen Männern flirtete, "die nicht gleich eine feste Beziehung wollten, sie liebte ihre Freiheit".

Einige haben Doro verfolgt und wollten das Geld, um dass "Birdy" sie mit falschen Liebesversprechen gebracht haben soll, zurück. "Aber Doro hatte ihren Account längst gelöscht", sagt die Freundin. Jemand muss "Birdy" gehackt und in ihrem Namen abkassiert haben. Aber die Betrogenen, die sich "Vogeljäger" nennen, halten sich an Doro. Zwei von ihnen waren am Tatabend auch bei der Ü30-Party - und haben kein Alibi. Aber Schnabel will Beweise.

Die Ermittlerinnen Henni Sieland (l, Alwara Höfels) und Karin Gorniak (Karin Hanczewski) befragen Thomas Frank (Bernd-Christian Althoff), Geschäftsführer von Love Tender.
Die Ermittlerinnen Henni Sieland (l, Alwara Höfels) und Karin Gorniak (Karin Hanczewski) befragen Thomas Frank (Bernd-Christian Althoff), Geschäftsführer von Love Tender. © Wiedemann & Berg/MDR/Daniela Incoronato/dpa

Sieland sieht nur eine Chance: Undercover-Einsatz. Und meldet sich und ihre Kollegin kurzerhand bei "Love Tender" an. Sie selbst fühlt als "Kinki" Patrick auf den Zahn und Gorniak als "Star" Andreas. "Es ist doch vollkommen klar, dass das gefährlich ist", regt sich ihr Chef auf, fassungslos über die Naivität der Mädels. Da hilft auch das Gutachten nichts, wonach der Täter ein Psychopath sein muss.

Auf der Jagd nach dem Mörder geraten die Single-Frauen Sieland und Gorniak in völlig verschiedene Welten: der verklemmte Patrick lebt in einem heruntergekommenen Haus am Stadtrand und pflegt seine todkranke Mutter, Andreas ist ein smarter Narziss mit herrschaftlicher Villa und schnellen Autos. Beide sind einsam und suchen Nähe, aber auf unterschiedliche Art.

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Für Sieland, verlassen von Freund Ole und ungewollt schwanger, endet der Abend mit Festnahme. Die alleinerziehende Gorniak indes erliegt dem Charme des Verdächtigen. Der fackelt nicht lange und schenkt ihr Familienschmuck nach der ersten Nacht. Das Liebesspiel im Pool am Abend darauf wird zum Showdown des emotional und mit viel Tiefgang erzählten Krimis, in dem viel Blut fließt. (dpa/SZ/hej)

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