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Fernsehturm statt Robotron-Kantine

Bei den architektonischen Zeugen der Ostmoderne spiele der Turm in einer ganz anderen Liga, meint FDP-Stadtrat Zastrow.

© Sven Ellger

Von Kay Haufe

Es geht um bis zu 13 Millionen Euro. So viel Geld wäre nötig, um die einstige Robotron-Kantine im Lingner-Areal zum neuen Standort des Kunsthauses Dresden umzubauen. Der Stadtrat soll demnächst entscheiden, ob das geschehen soll. Für die FDP- und Freie-Bürger-Fraktion sei diese Entscheidung einfach, sagt Fraktionschef Holger Zastrow. Bevor man ernsthaft darüber nachdenke, Millionen in ein „Nischenobjekt“ zu stecken, das nur wenige kennen und das am Ende auch nur von wenigen genutzt würde, sollte die Wiederbelebung des Fernsehturmes Priorität haben, so der Fraktionsvorsitzende. Die Stadt habe zuletzt große Summen in Hochkultur und in andere Kulturbereiche investiert. Damit seien die Bedingungen für Kulturschaffende und Nutzer deutlich verbessert worden.

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„Insbesondere unter dem durchaus richtigen Aspekt, architektonische Zeugen der Ostmoderne zu erhalten und wieder erlebbar zu machen, spielt der Fernsehturm in einer ganz anderen Liga als die Robotron-Kantine“, sagt Zastrow. Der Turm sei anerkannter Weise eines der wichtigsten Symbole der Ostmoderne auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Die Ertüchtigung des Fernsehturms mit Aussichtsplattform würde rund 16 Millionen Euro kosten, aber deutlich mehr Besucher anziehen als das Kunsthaus, so Zastrow.