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Fest vereint Dorfbewohner

Beim Dorffest in Steina packen alle mit an. Mancher Gast ist lange unterwegs, um dabei zu sein.

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© André Braun

Von Helene Krause

Steina. Die Diskomusik ist schon von Weitem zu hören. Es riecht nach Wildgulaschsuppe, nach Rostbratwurst und Kaffee. Kinder spritzen mit einem Feuerwehrschlauch auf aufgetürmte Büchsen. Wer möchte, kann eine Runde mit dem Stockcar der Pistenrowdys durch das Dorf fahren.

Beim Dorffest in Steina wird Jung und Alt etwas geboten. Das wissen auch Gerda und Rudolf Steudte aus Lommatzsch. Ihre Tochter wohnt in Steina. „Wir waren jedes Jahr hier“, sagt Gerda Steudte. Beim Festprogramm macht Jana Colditz mit. Sie ist dafür extra aus Osnabrück angereist. „Meine Großeltern wohnen in Steina und richten das Fest mit aus“, verrät sie. „Ich finde es immer wieder schön.“ Früher machte sie beim Kinderprogramm mit, jetzt bei den Erwachsenen.

In Hartha wohnen Annett Voigtländer und ihr Sohn Gustav. Tochter Luise verkauft im Rahmen der Schüleraushilfe Eis auf dem Fest. „Wir hörten gestern Abend, dass es in Steina das gute Wildgulasch gibt“, erzählt Annett Vogtländer. Wegen der Tochter, wegen des Gulaschs und weil sie immer gern durch Steina fahren, sind sie zum Fest gekommen. Schauen, was in Steina los ist, will Jörg Müller aus Reinsdorf. Seine Kollegin wohnt in Steina. Sie hat ihm von dem Dorffest erzählt.

Ursprünglich veranstalteten die Einwohner von Saalbach und Steina gemeinsam am Saalbacher Wildgehege ein Wildgatterfest. Weil dort die Bedingungen ungünstig waren, es unter anderem Probleme mit den Toiletten gab, blieben die Gäste weg. Die Einwohner der Gemeinden überlegten, etwas andere zu veranstalten. Sie kamen darauf, ein Dorffest in Steina zu organisieren. Dort war das Gemeindehaus und es gab Toiletten. Das traditionelle Wildgulasch, das es immer am Wildgatter gab, wurde übernommen. Mit ihm wird das Dorffest alljährlich eröffnet. An den Festvorbereitungen beteiligt sich nicht nur das Festkomitee, sondern auch die Einwohner. Sie backen Kuchen und geben Geld- und Sachspenden. Als Dankeschön winkt den fleißigen Kuchenbäckern eine Tombola. Bei der wird einer ausgelost, der als Dankeschön für das Backen einen Preis erhält. Doch auch für die anderen Gäste gibt es eine Tombola.

Am Nachmittag wird ein Kinderprogramm gezeigt, bei dem die Kinder aus dem Ort extra eine eigene Choreografie einstudiert haben. Und für alle großen Gäste hat Ortsvorsteherin Carin Lau eine Sommerbowle gebraut. Am Abend können sich Einwohner und Gäste bei einem Festprogramm, bei dem die Straße zur Bühne wird, amüsieren. In diesem Jahr lautete das Motto des Programms „Von der Steinzeit bis zum Rock 'n' Roll“. Wie Carin Lau verrät, kommen viele Gäste nur wegen des Abendprogramms. Den Abschluss des Abends bildet ein Feuerwerk.