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Festumzug und Funkenflug

Radeberg hat an diesem Wochenende das Bierstadtfest gefeiert - mit Musik, Frühschoppen und einem besonderen Wettbewerb.

© Thorsten Eckert

Von Bernd Goldammer und Thomas Drendel

Radeberg. Radeberg hat drei tolle Tage erlebt. Das Bierstadtfest war bunt und ausgelassen. Gut gelaunte Besucher schlenderten die Hauptstraße entlang, ließen sich die Bratwurst oder die süßen Krapfen schmecken und natürlich auch das ein oder andere Zwickelbier. Mittelpunkt des Festes war natürlich der Marktplatz. Hier traf sich Radeberg. Besonders viele hatten sich offenbar den Sonnabend für einen Besuch vorgemerkt. Schon beim Bierfassrollen waren die Bänke gut gefüllt. Die Besucher erlebten einen spannenden Wettbewerb, den das Team der Thekenbrasilianer bei den Männern für sich entschied. Bei den gemischten Mannschaften siegte das Team der Heinrichsthaler Milchwerke.

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Radeberg feiert Bierstadtfest

Bei der Versteigerung war der Platz rappelvoll und hier hatte auch OB Gerhard Lemm nach der Eröffnung am Vortag seinen zweiten großen Auftritt. Mit seinem Holzhammer in der Hand kam er kurz nach 18 Uhr auf den Markt. Fahrräder bildeten den größten Anteil an der Versteigerungsmasse. Seine Mitarbeiter brachten immer neue Fundstücke heran. Sogar ein schwarzes S-50 fand einen Ersteigerer, für die doppelte Summe, die anfangs aufgerufen wurde. Entschieden hatten sich die Käufer wahrscheinlich schon bei der Besichtigung im Rathaus.

Doch es gab auch Fundstücke, die menschlich hochinteressant waren. Auf den Tischen lagen silberne Liebeskettchen und kleine Ledertaschen fürs männliche Handgelenk, neben Uhren und Ringen. Wahrscheinlich ist etwas schief gegangen in irgendeiner Beziehung. Gefunden wurden diese Utensilien trotzdem und Gerhard Lemm bessert mit ihnen den Stadthaushalt auf. Zurückgelassene Krücken könnten davon zeugen, dass hier jemand urplötzlich wieder laufen konnte. Für fünf Euro landeten sie auf der Festbühne. Auch Überraschungspaket mit unbekanntem Inhalt wurde zum besonders günstigen Preis versteigert. Egal, was aufgerufen wurde, Lemms Hammerschlag war verbindlich.

Große Show mit Joey Heindle

Aber auch abseits der großen Bühne kamen die Besucher auf ihre Kosten. Müllermeister Reinhard Sonntag und sein Bruder Christian hatten die Schlossmühle weit geöffnet. Wie aus Weizenkorn Mehl oder Grieß wurde, konnten sich die interessierten Zuschauer ansehen und vom Meister erklären lassen. Die alte Schlossmühle gehört zum Kulturgut der Bierstadt. Deshalb wurde die 1445 erstmals erwähnte Mühle wieder im alten Stil aufgebaut. Und die Bierstadt hat eine restaurierte Wassermühle als touristische Attraktion.

Den Höhepunkt erlebte das Publikum dann am Sonnabendabend. Als Joey Heindle auf die Bühne kam, kannte der Jubel keine Grenzen. Fans sangen dann ausgelassen mit. Eine solch stimmungsvolle Party hat der Radeberger Marktplatz lange nicht erlebt. Das Ganze setzte sich am Sonntag fort. Bei Sonnenschein und idealen Temperaturen um 25 Grad, ließen es sich die Besucher gut gehen. Die tolle Stimmung war auch OB Lemm anzusehen, gut gelaunt warf er beim Umzug Bonbons in die Menge.

Spitzenleistungen beim Funkenflug

Fürs Auge sorgte dann der legendäre Funkenflug, mit dem Auftritt der Funkengarden. Hier sahen die Besucher Spitzenleistungen. Es zeigte sich, dass besonders die Großerkmannsdorfer erfolgreich sind. Sie hatten schon bei der Kreativwertung beim Bierfassrollen gesiegt und lagen am Ende auch beim Funkenflug vorn.

Nach den drei Tagen legte sich auch die Anspannung bei den Mitarbeitern der Stadt und die Freude machte sich breit. „Ja das Fest war sehr erfolgreich. es gab keine Zwischenfälle. Nicht nur am Sonnabend, sondern auch am Sonntag war die Stadt voller Besucher“, sagt Stadtsprecher Jürgen Wähnert. „Wir bedanken uns bei allen, die mitgearbeitet haben, damit alles so reibungslos über die Bühne gegangen ist. Besonders aber bei allen Ehrenamtlichen. Ohne sie und ihr Engagement wäre das nicht möglich.“