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Festwiese mit Zisterne

Ein schwieriges Vorhaben steht in Glashütte kurz vor dem Abschluss. Davon profitieren die Bewohner der Oberstadt.

© V. Hanzsch

Von Maik Brückner

Glashütte. Die Glashütter in der Oberstadt leben bald etwas sicherer. Der Stadt Glashütte ist es im zweiten Anlauf gelungen, eine Zisterne in diesem Stadtgebiet zu errichten. Entstanden ist das neue Löschwasserreservoir auf der Festwiese unweit des Spielplatzes. Die Arbeiten dazu wurden vor wenigen Tagen abgeschlossen, sagt Bürgermeister Markus Dreßler (CDU) auf SZ-Nachfrage. Mit der Ausführung sei er zufrieden.

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Mit dem Bau der Zisterne kam die Stadt dem Wunsch der Feuerwehr nach. Diese wies schon vor Jahren auf die nicht ganz optimale Löschwassersituation in der Oberstadt hin. Um im Notfall trotzdem schnell reagieren zu können, wurde die alte Klärgrube an der Grundschule zum Löschwasserbecken umfunktioniert. Allerdings nagte der Zahn der Zeit an diesem Provisorium. Deshalb sollte die Klärgrube durch eine Zisterne ersetzt werden. Die Stadt teilte die Sicht des Feuerwehrausschusses und gab den Bau einer Zisterne in Auftrag.

Ende Juni 2016 wurde mit den Arbeiten vor der Grundschule begonnen. Die beauftragte Bannewitzer Baufirma Haupt riss zunächst die alte Kläranlage ab. Kurz danach stoppte das Bauamt die Arbeiten, nachdem es zur Einschätzung kam, dass die Baufirma nicht alle Vorgaben der Stadt und der Bauplanung eingehalten haben soll. Nach Ansicht der Stadt sollte es dort zu statischen Problemen gekommen sein. Die Baufirma hingegen bestritt das und argumentierte, dass die von den Planern vorgegebene Bauweise nicht funktioniere. Die Firma stellte die Arbeiten ein. Hinter verschlossenen Türen und mithilfe von Anwälten wurde nach einer Lösung gesucht. Im Frühjahr dieses Jahres konnte Dreßler die Einigung verkünden. Demnach sollte die Fläche vor der Schule, auf der sich die Klärgrube befand, wie geplant zu einem Parkplatz umgebaut werden, allerdings ohne Zisterne. Diese sollte stattdessen auf der Festwiese errichtet werden. Und so kam es. Auf der Festwiese wurde ein Loch gegraben, in das im Juni ein Stahlbehälter mit einem Durchmesser von 6,50 Meter eingelassen wurde. Diese kann 100 Kubikmeter Wasser fassen.

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Auch an der Schule gingen die Arbeiten weiter. Hier entstand ein Parkplatz, an dem noch kleinere Restarbeiten ausstehen, sagt Schulleiterin Uta Schneider. Bauamtsleiter Mario Wolf rechnet damit, dass beide Vorhaben in den nächsten Tagen abgenommen werden können. Die Parkplätze und die Zisterne kosteten rund 176100 Euro.