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Pirna

Feuer an der Pirnaer Stadtbrücke

Die Flammen drohen von einem Garagenanbau auf ein Wohnhaus überzuspringen. Die Ursache für den Brand scheint klar.

Rauch über der Stadtbrücke. Am Freitagvormittag drohte ein Feuer an der Stadtbrücke auf ein Mehrfamilienhaus überzugreifen.
Rauch über der Stadtbrücke. Am Freitagvormittag drohte ein Feuer an der Stadtbrücke auf ein Mehrfamilienhaus überzugreifen. © Daniel Förster

Dichter Qualm zog am Freitag kurz vor dem Mittag über die Auffahrt zur Stadtbrücke in Pirna. In unmittelbarer Nähe an der Rosa-Luxemburg-Straße Ecke zur Klosterstraße stand kurz von der Mittagszeit ein Garagenanbau in Flammen. Der befindet sich in Nachbarschaft eines unter Denkmalschutz stehenden Mehrfamilienhauses und des EP Electronic Centers.

„Ich war gerade den Müll runterbringen“, sagt Mieterin Grit Rösner. „Da habe ich aber gemerkt, dass es im Garagentor knistert, bis auf eine kleine Flamme war erst kaum etwas zu sehen. Zuerst habe ich selbst versucht, zu löschen, bin dann aber zu meinem Nachbarn.“ Dann ging alles ganz schnell. „Ich dachte noch, wir bekommen es in den Griff. Doch dann loderte es immer mehr und wir haben die Polizei gerufen. Innerhalb kurzer Zeit stand alles in Flammen“, sagt die 44-Jährige. Rauch zog in das direkt angrenzende Wohngebäude und in großen Schwaden über die Brückenauffahrt am Busbahnhof, auf deren Fußweg sich Schaulustige sammelten.

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Die insgesamt drei im Haus anwesenden Bewohner – zwei Frauen, 35 und 44 Jahre alt, und ein 60 Jahre alter Mann – flüchteten ins Freie. Außerdem brachten sie einen Wellensittich, ein Zwergkaninchen und eine Bulldogge mit auf die Straße, um sie vor dem Qualm zu bewahren.

Unterdessen hatte sich das Feuer in die Decke des Anbaus, die zum EP Electronic Center an der Klosterstraße führte, vorgearbeitet. Flammen züngelten an der Dachkante. Das Feuer drohte auf das Holzfachwerk der Veranda am Wohnhaus überzugreifen. Die Feuerwehr rückte mit einem riesigen Aufgebot an, auch Rettungssanitäter des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) waren mit vor Ort.

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Insgesamt zwölf Fahrzeuge rollten an der Stadtbrücke an. Bis aus Heidenau und Dohna kamen die Einsatzkräfte. Auch Drehleitern aus Pirna und Heidenau, die bei den Löscharbeiten eingesetzt wurden. Schließlich galt es, einen Brand, der sich zu einem Großfeuer hätte entwickeln können, abzuwenden: Die verwinkelten Bauten in dem Hinterhof des Hauses sind alle miteinander verbunden. Keiner wusste, wie rasant sich das Feuer weiter ausdehnen würde. Letztlich waren insgesamt 52 Feuerwehrleute vor Ort. Und es gelang ihnen, ein Überspringen der Flammen auf das Mehrfamilienhaus zu verhindern.

Diese Nachricht sorgte vor allem auch bei der Vermieterin für Erleichterung. „Alles ringsum, der Anbau, die Garagen und Schuppen sowie die Balkone – alles ist aus Holz“, sagte sie. Durch den Brand hätte all das vernichtet werden können. In der Brand-Garage steht normalerweise ein Wohnmobil, sagt sie. „Aber das war nicht drin.“

Holzveranda und Wohnhaus in Gefahr. Der Feuerwehr gelang es am Ende, Schlimmeres zu verhindern.
Holzveranda und Wohnhaus in Gefahr. Der Feuerwehr gelang es am Ende, Schlimmeres zu verhindern. © Daniel Förster

Noch während der Löscharbeiten ließ die Feuerwehr durch die Stadtwerke den Strom abschalten. In der Brand-Garage hingen die bloßen Leitungen von der Decke. Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, war zunächst unklar. Möglicherweise ist auch die in Heizungsanlage in Mitleidenschaft gezogen worden. Um letzte Glutnester zu finden, hakten Kameraden zum Schluss das Dach des Anbaus auf. Verletzt wurde bei dem Brand niemand, hieß es bei der Polizei.

Der Brand ist augenscheinlich durch das Abflammen von Unkraut ausgebrochen. Im Hof des Mehrfamilienhauses waren deutlich frische Spuren zu sehen, die darauf hindeuteten, dass hier kurz zuvor versucht wurde, mit Feuer Pflanzen zu vernichten.

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