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Feuer, Fische, Freude

Viel wurde geschafft in Zeithain, Gröditz, Strehla. Genauso gab es im zu Ende gehenden Jahr 2015 aber auch Ärger.

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© Archiv/Lutz Weidler

Zeithain/Strehla. Viel wurde geschafft in Zeithain, Gröditz, Strehla. Genauso gab es im zu Ende gehenden Jahr 2015 aber auch Ärger. Die SZ hat noch mal einige Ereignisse Revue passieren lassen, die in den vergangenen Monaten für Schlagzeilen sorgten.

Das ist im Jahr 2015 passiert

Vandalismus in Gröditz Abgetretene Seitenspiegel, zerkratzter Lack, zerstörte Scheiben – Mitte April wurden nachts im Gröditzer Wohngebiet Musikerviertel über 50 parkende Autos beschädigt. Die Täter hinterließen eine derart massive Spur der Verwüstung, dass selbst erfahrene Polizisten überrascht waren von so viel Zerstörungswut. Den Gesamtschaden schätzten die Behörden kurz nach dem Vorfall auf 40 000 Euro. Es dauerte nur drei Tage, dann konnte die Polizei einen Ermittlungserfolg vermelden: Die Ermittler hatten am Tatort Spuren feststellen können und konzentrierten sich bei der Suche nach den Tätern relativ schnell auf die Besucher einer Feier. Noch bevor die Polizei einen DNA-Test durchführte, kamen ein 17- und ein 18-Jähriger ins Revier. Das Duo gestanden die Tat – drei Tage nach der großen Demolage. (ewe)
Vandalismus in Gröditz Abgetretene Seitenspiegel, zerkratzter Lack, zerstörte Scheiben – Mitte April wurden nachts im Gröditzer Wohngebiet Musikerviertel über 50 parkende Autos beschädigt. Die Täter hinterließen eine derart massive Spur der Verwüstung, dass selbst erfahrene Polizisten überrascht waren von so viel Zerstörungswut. Den Gesamtschaden schätzten die Behörden kurz nach dem Vorfall auf 40 000 Euro. Es dauerte nur drei Tage, dann konnte die Polizei einen Ermittlungserfolg vermelden: Die Ermittler hatten am Tatort Spuren feststellen können und konzentrierten sich bei der Suche nach den Tätern relativ schnell auf die Besucher einer Feier. Noch bevor die Polizei einen DNA-Test durchführte, kamen ein 17- und ein 18-Jähriger ins Revier. Das Duo gestanden die Tat – drei Tage nach der großen Demolage. (ewe)
Verwüstung an der Hasenschänke Verkohlte Balken, abgestürzte Dachziegel, ein Berg von Trümmern: Erst aus der Luft zeigt sich das ganze Ausmaß der Verwüstung, das ein Feuer im Juli in der Hasenschänke Jacobsthal angerichtet hatte. Ein halbes Jahr später laufen die Ermittlungen zum Brand noch immer: „Insbesondere stehen ein Gutachten sowie das Ergebnis der Spurenauswertung noch aus“, sagt Polizeisprecher Marko Laske. Genauere Informationen lassen sich die Beamten zu dem laufenden Verfahren nicht entlocken. Im Herbst hatte die Polizei mitgeteilt, dass man einen technischen Defekt ausschließen könne – das deutet auf Brandstiftung hin. Das Ausflugslokal am Rand der Gohrischheide war von dem Feuer schwer getroffen worden. Ein Verein hatte das Areal in den 90ern der Bahn abgekauft und Stück für Stück vorgerichtet. Das Lokal diente erst als Vereinshaus, wurde später verpachtet und schließlich an eine Riesaerin verkauft. Die versuchte es mit einer Cocktailbar und Tabledance, das ging aber nicht auf. Anschließend gab es etliche Pächterwechsel. Momentan ist keine Bewegung zu erkennen. (SZ/csf)
Verwüstung an der Hasenschänke Verkohlte Balken, abgestürzte Dachziegel, ein Berg von Trümmern: Erst aus der Luft zeigt sich das ganze Ausmaß der Verwüstung, das ein Feuer im Juli in der Hasenschänke Jacobsthal angerichtet hatte. Ein halbes Jahr später laufen die Ermittlungen zum Brand noch immer: „Insbesondere stehen ein Gutachten sowie das Ergebnis der Spurenauswertung noch aus“, sagt Polizeisprecher Marko Laske. Genauere Informationen lassen sich die Beamten zu dem laufenden Verfahren nicht entlocken. Im Herbst hatte die Polizei mitgeteilt, dass man einen technischen Defekt ausschließen könne – das deutet auf Brandstiftung hin. Das Ausflugslokal am Rand der Gohrischheide war von dem Feuer schwer getroffen worden. Ein Verein hatte das Areal in den 90ern der Bahn abgekauft und Stück für Stück vorgerichtet. Das Lokal diente erst als Vereinshaus, wurde später verpachtet und schließlich an eine Riesaerin verkauft. Die versuchte es mit einer Cocktailbar und Tabledance, das ging aber nicht auf. Anschließend gab es etliche Pächterwechsel. Momentan ist keine Bewegung zu erkennen. (SZ/csf)
Anglerglück in Strehla Das Posieren mit einem kapitalen Wels bereut ein 32-jähriger Mann aus Geringswalde schon wenige Tage nach dem Fang. Im Sommer zog er das 2,14 Meter lange und etwa 65 Kilo schwere Tier bei Strehla aus der Elbe und schoss anschließend ein Trophäenfoto. Anschließend ließ er das Tier wieder frei. Das Foto erschien wenig später in vielen regionalen Medien. Die Tierschutzorganisation Peta zeigte den Mann daraufhin wegen Tierquälerei bei der Chemnitzer Staatsanwaltschaft an. „Ich bin bedient“, hatte der Angler in einer ersten Stellungnahme der Freien Presse gesagt. Vor Gericht verhandelt worden ist der Fall aber nicht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Fall noch, teilt die Chemnitzer Behörde auf SZ-Anfrage vor Weihnachten mit. Das dicke Ende seines Fangs könnte für die Rekord-Angler also noch kommen. (ewe)
Anglerglück in Strehla Das Posieren mit einem kapitalen Wels bereut ein 32-jähriger Mann aus Geringswalde schon wenige Tage nach dem Fang. Im Sommer zog er das 2,14 Meter lange und etwa 65 Kilo schwere Tier bei Strehla aus der Elbe und schoss anschließend ein Trophäenfoto. Anschließend ließ er das Tier wieder frei. Das Foto erschien wenig später in vielen regionalen Medien. Die Tierschutzorganisation Peta zeigte den Mann daraufhin wegen Tierquälerei bei der Chemnitzer Staatsanwaltschaft an. „Ich bin bedient“, hatte der Angler in einer ersten Stellungnahme der Freien Presse gesagt. Vor Gericht verhandelt worden ist der Fall aber nicht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Fall noch, teilt die Chemnitzer Behörde auf SZ-Anfrage vor Weihnachten mit. Das dicke Ende seines Fangs könnte für die Rekord-Angler also noch kommen. (ewe)
Detailverliebtheit in Zeithain Historische Lehrtafeln, außergewöhnliche Fahrzeuge, ausrangierte Uniformen: In der im September eröffneten Sonderausstellung im Sächsischen Feuerwehrmuseum Zeithain gibt es nichts, was es nicht gibt. Volkswagen-Oldtimer gehören genauso dazu wie der in der ganzen DDR verbreitete LO von Robur, aber auch ein ungewöhnliches Schlauch-Transportgerät auf Basis des Mopeds Krause-Duo. Siegfried Bossack, der Chef des Vereins Arbeitsgemeinschaft Feuerwehrhistorik Riesa, hat mit seinen Mitstreitern etliche Exponate nach Zeithain geholt. Das Motto der Schau: „25 Jahre Mauerfall – Gemeinsames Erbe – Getrennte Wege – Glückliche Wiedervereinigung“. Dabei stehen sich immer zwei Fahrzeuge aus Ost und West gegenüber, die den gleichen Zweck erfüllt haben. Abgebildet wird so eine Bandbreite aus den 50er- bis 70er Jahren. 600 Quadratmeter umfasst die Ausstellungsfläche. Details zeigen viele Parallelen in den beiden deutschen Staaten, aber auch Unterschiede. So habe die DDR zwar wie der Westen über Wärmekameras verfügt – aber in der gesamten Republik nur zwei Exemplare verfügbar gehabt. Seit den 70ern sei die technische Entwicklung zwischen Ost- und West-Feuerwehren wie eine Schere auseinandergegangen. Dabei sei das Ziel der Kameraden auf beiden Seiten der Mauer das Gleiche gewesen. Mindestens bis 2017 soll die Sonderschau in Zeithain zu besichtigen sein. Der Eintritt kostet vier Euro für Erwachsene, Kinder zahlen zwei Euro. Eine Anmeldung ist erwünscht: 03525 764980. (SZ/csf)
Detailverliebtheit in Zeithain Historische Lehrtafeln, außergewöhnliche Fahrzeuge, ausrangierte Uniformen: In der im September eröffneten Sonderausstellung im Sächsischen Feuerwehrmuseum Zeithain gibt es nichts, was es nicht gibt. Volkswagen-Oldtimer gehören genauso dazu wie der in der ganzen DDR verbreitete LO von Robur, aber auch ein ungewöhnliches Schlauch-Transportgerät auf Basis des Mopeds Krause-Duo. Siegfried Bossack, der Chef des Vereins Arbeitsgemeinschaft Feuerwehrhistorik Riesa, hat mit seinen Mitstreitern etliche Exponate nach Zeithain geholt. Das Motto der Schau: „25 Jahre Mauerfall – Gemeinsames Erbe – Getrennte Wege – Glückliche Wiedervereinigung“. Dabei stehen sich immer zwei Fahrzeuge aus Ost und West gegenüber, die den gleichen Zweck erfüllt haben. Abgebildet wird so eine Bandbreite aus den 50er- bis 70er Jahren. 600 Quadratmeter umfasst die Ausstellungsfläche. Details zeigen viele Parallelen in den beiden deutschen Staaten, aber auch Unterschiede. So habe die DDR zwar wie der Westen über Wärmekameras verfügt – aber in der gesamten Republik nur zwei Exemplare verfügbar gehabt. Seit den 70ern sei die technische Entwicklung zwischen Ost- und West-Feuerwehren wie eine Schere auseinandergegangen. Dabei sei das Ziel der Kameraden auf beiden Seiten der Mauer das Gleiche gewesen. Mindestens bis 2017 soll die Sonderschau in Zeithain zu besichtigen sein. Der Eintritt kostet vier Euro für Erwachsene, Kinder zahlen zwei Euro. Eine Anmeldung ist erwünscht: 03525 764980. (SZ/csf)
Optimismus in Promnitz Gut ging das Jahr für die Macher des Kultur- und Schlossvereins um Rudolf Schmitz aus: Zum ersten Weihnachtsmarkt im Schloss Promnitz kamen zahlreiche Besucher. Die Fähre Riesa-Promnitz hatte dafür extra die Betriebszeiten verlängert. Laut Betreibergesellschaft Esam nutzten 120 Leute das Angebot, sich zum Weihnachtsmarkt im historischen Gewölbe übersetzen zu lassen. Bereits am Freitag zuvor hatte der Verein zu einem Umtrunk eingeladen. Das Jahr über wurde aber mehr gearbeitet, als gefeiert: Die Helfer schlossen das marode Dach mit Folie, zogen Stützen im Inneren ein, räumten Unrat aus dem Gebäude und stutzten den Wildwuchs rund um das Schloss. Schwierig bleibt nach wie vor die Frage, wem das historische Gebäude in Promnitz eigentlich gehört – ein Eigentümer war kürzlich gestorben. (SZ/csf)
Optimismus in Promnitz Gut ging das Jahr für die Macher des Kultur- und Schlossvereins um Rudolf Schmitz aus: Zum ersten Weihnachtsmarkt im Schloss Promnitz kamen zahlreiche Besucher. Die Fähre Riesa-Promnitz hatte dafür extra die Betriebszeiten verlängert. Laut Betreibergesellschaft Esam nutzten 120 Leute das Angebot, sich zum Weihnachtsmarkt im historischen Gewölbe übersetzen zu lassen. Bereits am Freitag zuvor hatte der Verein zu einem Umtrunk eingeladen. Das Jahr über wurde aber mehr gearbeitet, als gefeiert: Die Helfer schlossen das marode Dach mit Folie, zogen Stützen im Inneren ein, räumten Unrat aus dem Gebäude und stutzten den Wildwuchs rund um das Schloss. Schwierig bleibt nach wie vor die Frage, wem das historische Gebäude in Promnitz eigentlich gehört – ein Eigentümer war kürzlich gestorben. (SZ/csf)
Ruhe in Koselitz Schluss. Aus. Vorbei. Der Lauf zur Deutschen Dumpermeisterschaft in Koselitz ist nach zwanzig Jahren Geschichte. Seit diesem Jahr findet das Rennen nicht mehr in der Region statt. Schon 2011 hatte der Wertungslauf ausfallen müssen – allerdings hatten die Organisatoren ab 2012 auf dem Wülknitzer Sportplatzgelände eine neue Heimstatt für die Rennen der Dreikantfeilen gefunden. Nach dem letzten Rennwochenende von 2014 entschieden die langjährigen Organisatoren jedoch, endgültig das Handtuch zu werfen. Nachfolger, die sich um die Organisation der längst zur Tradition avancierten Veranstaltung kümmern wollen, seien nicht in Sicht. „Ich habe zwar mit Leuten gesprochen. Aber es will keiner machen“, sagt Mitorganisator Rainer Böhme der SZ im Februar. Daran hat sich bis heute nichts geändert. (ewe)
Ruhe in Koselitz Schluss. Aus. Vorbei. Der Lauf zur Deutschen Dumpermeisterschaft in Koselitz ist nach zwanzig Jahren Geschichte. Seit diesem Jahr findet das Rennen nicht mehr in der Region statt. Schon 2011 hatte der Wertungslauf ausfallen müssen – allerdings hatten die Organisatoren ab 2012 auf dem Wülknitzer Sportplatzgelände eine neue Heimstatt für die Rennen der Dreikantfeilen gefunden. Nach dem letzten Rennwochenende von 2014 entschieden die langjährigen Organisatoren jedoch, endgültig das Handtuch zu werfen. Nachfolger, die sich um die Organisation der längst zur Tradition avancierten Veranstaltung kümmern wollen, seien nicht in Sicht. „Ich habe zwar mit Leuten gesprochen. Aber es will keiner machen“, sagt Mitorganisator Rainer Böhme der SZ im Februar. Daran hat sich bis heute nichts geändert. (ewe)

So ist ein Angler mittlerweile gar nicht mehr so glücklich über seinen Fang, den er in der Elbe gemacht hatte. Dafür geht es bei den Machern eines historischen Gebäudes voran – und ihr Engagement kommt auch bei den Leuten an. (SZ)