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Feuerwehr bringt acht Mieter in Sicherheit

Warum auf der Emmerichstraße in Görlitz plötzlich Sperrmüll in Flammen steht, ist noch unklar. Die Feuerwehr rettete die Bewohner eines Hauses vor giftigem Rauch.

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Von Ralph Schermann

Vor der Emmerichstraße 65 brannte gestern, gegen 1.30 Uhr, dort zur Abholung bereitgestellter Sperrmüll. In Flammen standen Möbel, ein Sofa, aber auch elektrische Geräte. Die Hitze ließ erst die Oberlichter, dann die komplette Haustür bersten. Dadurch zog der schwarze Rauch ins Treppenhaus, das wie ein Kamin wirkte.

Die Görlitzer Berufsfeuerwehr war wegen des mitgeteilten Sperrmüllbrandes zunächst mit einem Fahrzeug ausgerückt, doch Einsatzleiter Thomas Seitz forderte sofort den Löschzug an. Kurz darauf waren dann insgesamt 13 Wehrleute mit zwei weiteren Löschfahrzeugen und der Drehleiter am Brandort. „In der zweiten Etage machten sich Personen bemerkbar“, informierte Seitz. Seine Trupps kämpften sich durch den beißenden Rauch, unter Pressluftatmern durch das Treppenhaus und brachten insgesamt acht Hausbewohner in Sicherheit. Bei einigen war das Anlegen von Brandfluchthauben erforderlich. Das sind spezielle Kopfmasken, die die Geretteten mit Sauerstoff versorgen. Ein Mann in der ersten Etage bekam den Einsatz gar nicht mit, er schlief weiter tief und fest. Die Feuerwehr öffnete diese Wohnungstür dann gewaltsam. Zwei Frauen (24, 26) wurden wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung in das Görlitzer Klinikum eingeliefert, die anderen sechs Mieter konnten später in die Wohnungen zurück, die sie nun aber noch eine Weile kräftig lüften müssen. Von der Hitzeentwicklung an der Brandstätte und von den Löscharbeiten auf der Emmerichstraße wurden zwei geparkte Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen, ein Toyota und ein Renault.

Die Feuerwehr war eine Stunde später wieder zurück in der Feuerwache. Die Polizeidirektion Görlitz hat die Untersuchungen aufgenommen und den Brandort im und am Hauseingang von einem Brandursachenermittler begutachten lassen. Vermutet wird Brandstiftung.