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Feuerwehr hebt Kranken aus dem dritten Stock

Über die enge Treppe war ein Abtransport nicht möglich. Die Feuerwehr half mit der Drehleiter.

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© Jens Hoyer

Von Jens Hoyer

Döbeln. Technische Hilfeleistungen gehören zum täglichen Brot der Döbelner Feuerwehr. Auch Tragehilfen, wenn es mal schwierig wird mit einem Krankentransport. Diesmal war der Einsatz aber ein bisschen spektakulärer, weil er in aller Öffentlichkeit stattfand.

In einem Haus an der Bahnhofstraße in Nähe des Theaters hatte es einen medizinischen Notfall gegeben. Das Rote Kreuz musste am Vormittag gegen 10.30 Uhr einen etwa 50 Jahre alten Mann ins Krankenhaus bringen. Er wohnt in dem Haus unter dem Dach und bringt einige Kilo mehr als normal auf die Waage. Über die enge Treppe sei der schonende Transport nicht möglich gewesen, sagte Einsatzleiter Erik Rost. Die Feuerwehr half mit der Drehleiter. Auch das sei eine „kleine Herausforderung“ gewesen, wie er sagte.

Die Wohnung des Mannes liegt nach hinten heraus in Richtung Edeka-Markt. Nur von dort konnten die Rettungskräfte den Mann aus der Wohnung im dritten Stock heben. Im zweiten Versuch fand der Maschinist die richtige Stelle. Das Problem: Die Drehleiter musste in schräger Position 24 Meter weit ausgefahren werden, um das Fenster überhaupt zu erreichen. Das brachte sie an den Rand ihrer Tragfähigkeit.

Ein spezieller Aufsatz nahm die Trage mit dem Patienten auf, der dann festgeschnallt ohne Begleitung zum Edeka-Parkplatz herabschwebte, wo ihn der Rettungsdienst des Roten Kreuzes entgegennahm und ins Krankenhaus brachte. Die Feuerwehrleute übernahmen auch bei diesem Teil eine Aufgabe: Sie schirmten den Patienten mit Decken gegen die Schaulustigen ab.