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Brand an Wehlener Mastanlage

Ein Müllbrand rief in Stadt Wehlen ein Großaufgebot der Feuerwehr auf den Plan. Die Kameraden hatten das Feuer glücklicherweise schnell im Griff.

Eta 50 Feuerwehrleute aus Dorf und Stadt Wehlen, Lohmen und Mühlsdorf löschten den Brand.
Eta 50 Feuerwehrleute aus Dorf und Stadt Wehlen, Lohmen und Mühlsdorf löschten den Brand. © Daniel Förster

Kurz vor 17 Uhr ging am Dienstag der Notruf in der Leitstelle ein. Ein 73-jähriger Landwirt wählte den Notruf, um einen Brand in Stadt Wehlen zu melden. „Ich hatte Angst, dass die Flammen auf das Silo und die Biogasanlage weiter übergreifen. Dann wäre hier alles weg gewesen. Deswegen habe ich es gleich gemeldet. Andernfalls hätte ich das Feuer kontrolliert abbrennen lassen“, berichtet er. Außerdem waren Stallungen und gelagerte Strohballen nicht weit entfernt.

Der 73 Jahre alte Mann ärgert sich selbst sehr über das Feuer. Gegenüber der Polizei räumte er ein, dass er etwas Unrat habe verbrennen wollen. Eigentlich hätte vieles von dem, was auf der Betonfläche einer mit Wasser gefüllten Güllegrube lagert, in den kommenden Tagen entsorgt werden sollen.

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Plastikrohre als Brandbeschleuniger

Deshalb würde seit ein paar Tagen der Container neben dem Schrott- und Ablageplatz stehen. Dort, wo er Feuer gemacht habe, hätten Plastikrohre gelegen. "Die sind so heiß geworden, dass sie sich scheinbar selbst entzündet haben“, sagt der Landwirt auf der Suche nach einer Erklärung.

Unvorhergesehen schnell hätte sich das zunächst kleine Feuer ausgebreitet. Als die erste Feuerwehrtruppe an dem landwirtschaftlichen Betrieb, in dem etwa 300 Mastrinder und 240 Mastschweine gehalten werden, eintraf, waren dunkler Rauch und offene Flammen über dem Gelände zu sehen. Insgesamt 50 Feuerwehrleute aus Dorf und Stadt Wehlen, Lohmen und Mühlsdorf sind letztlich mit neun Fahrzeugen zur Stelle. Die Kameraden hatten das Feuer schnell unter Kontrolle und gelöscht. „Es ist alles noch mal gut gegangen“, sagt Einsatzleiter Steffen Kurze. „Es ist bei dem großen Haufen aus Müll und Unrat geblieben.“ Umliegende Gebäude und wurden Technik von den Flammen verschont.

Weil nicht nur Holz und Stroh brannten, sondern auch alte Rohre und Reifen, also Kunststoff, löschte die Feuerwehr nicht nur mit Wasser, sondern auch mit Schaum.

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