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140 Einsatzkräfte löschen Großbrand in Großschirma

Rauchsäulen bis Döbeln zu sehen: Eine Lagerhalle an der B101 ist völlig ausgebrannt. Es ist 2021 der bislang größte Brand im Landkreis Mittelsachsen.

Am Steinberg in Großschirma hat am Montagmorgen eine große Lagerhalle gebrannt. Mehrere Einsatzkräfte sind immer noch vor Ort.
Am Steinberg in Großschirma hat am Montagmorgen eine große Lagerhalle gebrannt. Mehrere Einsatzkräfte sind immer noch vor Ort. © Roland Halkasch

Großschirma. Ein Großaufgebot von Einsatzkräften musste am Montagmorgen nach Großschirma im Landkreis Mittelsachsen ausrücken. Vor Ort stand eine Lagerhalle in Vollbrand.

Die schwarze Rauchsäule unweit von der A4 bei Siebenlehn war weithin - auch in Chemnitz, Freiberg und Döbeln - zu sehen. Nach Angaben von Polizeisprecherin Jana Ulbricht brach der Brand gegen 7.45 Uhr auf der Straße Am Steinberg aus bisher noch ungeklärter Ursache aus.

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"Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand die circa 150 mal 50 Meter große Halle bereits im Vollbrand. Personen, die sich in der Halle aufgehalten hatten, konnten sich selbst unverletzt in Sicherheit bringen", so Ulbricht.

Rettungskräfte auch aus Döbeln, Ostrau und Roßwein

Vor Ort greifen auch am Montagnachmittag weiterhin mehrere Kräfte der Feuerwehr aus der Umgebung von Großschirma ein. "Die Löscharbeiten werden voraussichtlich auch noch mehrere Stunden in Anspruch nehmen", so Polizeisprecherin Jana Ulbricht.

Eine der zweite Halle konnte durch eine Brandwand gerettet werden, erklärt Einsatzleiter Steffen Krumbiegel von der Freiwilligen Feuerwehr Großschirma gegenüber der Freien Presse. Da ein Einsturz der eigentliche Brandhalle droht, wird sie ausschließlich von außen gelöscht. In der Nacht soll eine Brandwache eingerichtet werden, so Krumbiegel.

Mit mehrere Löschschläuchen versuchen die Feuerwehrleute die Lagerhalle in Großschirma zu löschen.
Mit mehrere Löschschläuchen versuchen die Feuerwehrleute die Lagerhalle in Großschirma zu löschen. © Roland Halkasch

Vor Ort waren nach Angaben eines Reporters auch mehrere Rettungssanitäter, Berater für Atomare-Biologische-Chemische Stoffe sowie der Kreisbrandmeister. Was in der Halle gelagert wurde, teilten die Polizeisprecher sowie Feuerwehrleute vor Ort nicht mit.

Insgesamt seien ersten Angaben zufolge mehr als 140 Rettungskräfte vor Ort im Einsatz gewesen. Auch Kräfte aus der Region Döbeln, unter anderem aus Döbeln, Ostrau und dem Roßweiner Ortsteil Gleisberg, seien zur Verstärkung gerufen worden.

Gegenüber der Freien Presse sagt Steffen Kräher, Abteilungsleiter im Landratsamt für Ordnung, Sicherheit und Veterinärwesen: "In diesem Jahr ist es bislang der größte Brand in Mittelsachsen."

Unfall auf Umleitungsstrecke neben B101 bei Großschirma

Weitere Hintergründe zur Brandursache sind derzeit noch völlig unklar. Die Polizei hat erste Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. "Eine Untersuchung des eigentlichen Brandortes wird jedoch erst nach Abschluss der Löscharbeiten möglich sein", erklärt Polizeisprecherin Jana Ulbricht.

Die Warn-App NINA hatte zwischenzeitlich Anwohnern aufgrund des Brandgeruchs geraten, die Fenster geschlossen zu halten. Für die Löscharbeiten musste die direkt neben dem Gewerbegebiet verlaufende Bundesstraße 101 zwischen Reichenbach und Großschirma ab etwa 8 Uhr voll gesperrt werden.

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Hinweis: Dieser Beitrag wurde um 15.15 Uhr mit aktuellen Informationen der Polizei und Feuerwehr aktualisiert.

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