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Sächsische Schweiz: Sachsens Regierung streitet über Wiederaufforstung

Kretschmer will Wiederaufforstung - Umweltministerium ist dagegen, Hinterhermsdorf und Kirnitzschklamm freigegeben, Brand in Sächsischer Schweiz schlimmster seit 180 Jahren - die Lage im Newsblog.

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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die Aufforstung der Sächsischen Schweiz bereit angekündigt - doch das MInisterium seines zuständigen Kollegen Wolfram Günther (Grüne) ist dagegen.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die Aufforstung der Sächsischen Schweiz bereit angekündigt - doch das MInisterium seines zuständigen Kollegen Wolfram Günther (Grüne) ist dagegen. © dpa/Kahnert; dpa/Michael; Lösel

Waldbrand in der Böhmischen Schweiz und in der Sächsischen Schweiz - Das Wichtigste in Kürze

Donnerstag, 8.50 Uhr: Sachsens Regierung streitet über Wiederaufforstung

Nachdem der Waldbrand in der Sächsischen Schweiz bis auf einige Glutnester gelöscht ist, streitet Sachsens Regierung nun über die Wiederaufforstung. Auf Twitter hatte sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer schon am Sonntag klar für die Wiederaufforstung ausgesprochen. Doch laut Leipziger Volkszeitung sind das nicht die Pläne des zuständigen, grün geführten Umweltministeriums. Dort werde nicht davon ausgegangen, "dass eine gezielte Wiederaufforstung der Brandbereiche erforderlich wird", sagt ein Sprecher gegenüber der LVZ. Der Wald solle sich vielmehr auf natürlichem Wege erneuern. In der Staatskanzlei ist man über diese Antwort offenbar erstaunt - es habe bereits erste Gespräche zum Thema Wiederaufforstung gegeben.

20.16 Uhr: Waldbrand: Kaum noch Glutnester in Sächsischer aber Flammen in Böhmischer Schweiz

In den Brandgebieten im Nationalpark Sächsische Schweiz sind zuletzt nur noch wenige Glutnester im Einsatzbereich der Feuerwehren gefunden worden. Das teilte das Landratsamt Säschsische Schweiz-Osterzgebirge auf Anfrage von Sächsische.de mit. Im Grenzbereich auf tschechischer Seite waren allerdings wieder offene Flammen aufgeflackert, die jedoch gelöscht werden konnten. Die tschechischen Feuerwehrleute wurden durch deutsche Kollegen unterstützt, teilte das Landratsamt mit.

Aktuell sind den Angaben nach noch immer rund 380 Brandbekämpfer im Einsatz, die mit der Bekämpfung der Glutnester sowie mit Beräumungsarbeiten von Schläuchen und Pumpen aus dem Einsatzgebiet beschäftigt sind. Die Schwerpunkte bei den derzeitigen Einsätzen liegen in der Bekämpfung der Brand- und Glutnester, die durch die Luftaufklärung mit Drohnen entdeckt wurden. Verbessern kann sich die Situation im Brandgebiet, weil laut Wetterprognose ab Freitag mit reichlich Niederschlägen zu rechnen ist.

18.42 Uhr: Thüringer DRK-Bergwacht beendet Waldbrandeinsatz in Sächsischer Schweiz

Nach knapp zwei Einsatzwochen ist die Thüringer Bergwacht aus dem Waldbrandgebiet in der Sächsischen Schweiz zurückgekehrt. Die insgesamt zehn Mitglieder aus Ilmenau, Meuselbach, Tambach-Dietharz, Masserberg, Zella-Mehlis und Oberhof halfen dort zusammen mehr als 500 Stunden bei der Bekämpfung des Feuers, wie der DRK-Landesverband Thüringen am Mittwoch mitteilte. Sie transportierten Pumpen, Schläuche, Verpflegung und Feuerwehrleute meist über schmale und steile Wanderwege, und legten mit ihren beiden All-Terrain Vehicles insgesamt 1.250 Kilometer zurück.

Wegen des mitunter sehr gefährlichen Einsatzes und der extremen Beanspruchung müssten sie nun in die Fachwerkstätten. Die Thüringer Helfer waren den Angaben nach von der Gewalt der Flammen, aber auch der Kraft der ehrenamtlichen Gemeinschaft "überwältigt, die sich erfolgreich gegen die Zerstörung der Natur stemmte."

Die Flammen hatten am 25. Juli von einem Brand im Nationalpark Böhmische Schweiz auf tschechischer Seite auf den Nationalpark Sächsische Schweiz übergegriffen und dort eine Fläche von etwa 150 Hektar verwüstet. In den vergangenen Tagen hat sich die Lage im Elbsandsteingebirge entspannt. Feuerwehren sind aber noch immer damit beschäftigt, Glutnester unschädlich zu machen.

17.16 Uhr: Nach Brand: Großteil der Sächsischen Schweiz für Touristen frei

Ein Großteil der vom Waldbrand betroffenen Region im Elbsandsteingebirge ist für Wanderer wieder zu erreichen. In den vergangenen Tagen habe man das Gebiet für den Löscheinsatz im hinteren Tel der Sächsischen Schweiz stark verkleinern können, teilte die Nationalparkverwaltung am Mittwoch in Bad Schandau mit. "Dadurch sind wieder große Teile der Wälder um Hinterhermsdorf sowie die Kirnitzschklamm begehbar. Auch die traditionellen Kahnfahrten auf der Oberen Schleuse sind wieder möglich."

Die Lage beim Waldbrand im Elbsandsteingebirge hat sich in den vergangenen Tagen entspannt. Feuerwehren sind aber immer noch damit beschäftigt, Glutnester unschädlich zu machen. Die Flammen hatten am 25. Juli von einem Brand im Nationalpark Böhmische Schweiz auf tschechischer Seite auf den Nationalpark Sächsische Schweiz übergegriffen und dort eine Fläche von etwa 150 Hektar verwüstet.

Mittwoch, 8.58 Uhr: Rückblick: Das waren die schlimmsten Waldbrände in der Sächsischen Schweiz

In Woche vier nach Ausbruch des verheerenden Waldbrandes in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz kämpfen die Feuerwehrleute noch immer gegen die Glutnester im Waldboden. Längst steht fest: Bei der Katastrophe handelt es sich um den mit Abstand größten Waldbrand im Elbsandsteingebirge seit 180 Jahren. Gebrannt hat es in der viel besuchten Felsenlandschaft aber immer wieder. Ein Rückblick ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

18.20 Uhr: Zahl der Feuerwehrleute bei Brand in Sächsischer Schweiz reduziert

Die Lage beim Waldbrand im hinteren Teil des Elbsandsteingebirges entspannt sich und erfordert nicht mehr so viele Feuerwehrleute wie bisher. Nach Angaben des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge konnte die Zahl der Einsatzkräfte am Dienstag auf rund 370 reduziert werden. Sie hätten die noch vorhandenen Glutnester bekämpft.

13.07 Uhr: Waldbrand trotz Regen nicht vollständig gelöscht

Der Waldbrand in der Sächsischen Schweiz ist auch weiterhin nicht vollständig gelöscht - trotz des Regens am Montag. Das teilt eine Sprecherin des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge auf Anfrage von Sächsische.de mit. "Da es kein flächendeckender, anhaltender Regen war, hatte dies nur sehr begrenzt positive Auswirkungen auf das Einsatzgeschehen. So sind weiterhin Glutnester vorhanden."

Dennoch habe sich die Lage weiterhin entspannt und die Löschmaßnahmen hätten Wirkung gezeigt, so die Sprecherin. Einzelne Bereiche habe die Feuerwehr bereits an Sachsenforst wieder zurückgegeben, der für den Nationalpark zuständig ist. "Eine Brandwache beziehungsweise Brandnachsorge ist geplant", teilt die Sprecherin mit.

Zurzeit seien 200 bis 300 Einsatzkräfte aus ganz Sachsen und zusätzlich auch aus Niedersachsen vor Ort, um weiterhin die Glutnester - zum größten Teil unter der Erde - zu bekämpfen. Der Sprecherin zufolge liege der Schwerpunkt vor allem im Bereich des Grenzweges.

Sie bekräftigt gegenüber Sächsische.de am Dienstag auch nochmals, dass das Einsatzgebiet in der Hinteren Sächsischen Schweiz weiterhin auf Grundlage der Waldbetretungsverbotes vom 11. August gesperrt bleibt. Auch die Bundesstraße 172 zwischen Bad Schandau und dem Grenzübergang in Schmilka bleibe weiter gesperrt.

9.21 Uhr: Verband wirbt für Urlaub in Sächsischer Schweiz und spendet

Der Tourismusverband Sächsische Schweiz hofft nach dem Waldbrand im hinteren Teil des Nationalparks um kurzentschlossene Wandergäste. "Naturfreunde, die in den nächsten Wochen anreisen, unterstützen über ein gekoppeltes Spendenprojekt sogar den Wiederaufbau des betroffenen Gebiets", teilte der Verein am Dienstag in Pirna mit. Eine erste Bestandsaufnahme der Feuerkatastrophe zeige, dass die tatsächliche Einsatzfläche mit 0,4 Prozent der gesamten Urlaubsregion "winzig" sei.

"Wanderurlaub ist wieder problemlos möglich, für Kurzentschlossene ist die Gelegenheit günstig, zahlreiche begehrte Unterkünfte sind kurzfristig wieder verfügbar", warb der Verein. Aktuell gebe es nur geringe Einschränkungen für Urlauber. Nur etwa 1,5 des insgesamt 381 Quadratkilometer umfassenden Gebiets mit etwa 1.200 Kilometern Wanderwegen und rund 3 der 116 Kilometer des Malerwegs seien betroffen.

Bei Buchungen über den Tourismusverband für Ankünfte bis Ende Oktober spendet dieser zehn Prozent des Gesamtbetrags für das private Projekt "Wiederaufbau Nationalparkregion Sächsische Schweiz". Bisher kamen mehr als 28.000 Euro für die Rekultivierung im Nationalpark in der wildromantischen Felsenwelt des Elbsandsteingebirges, die zu Deutschlands beliebtesten Wanderregionen zählt.

6.16 Uhr: Heftige Regenfälle auch im Waldbrandgebiet

Am Montagnachmittag zog eine große Gewitterfront über Sachsen - und brachte auch Regen in das Gebiet, in dem die Feuerwehr noch immer gegen Glutnester kämpft. Inwiefern sich der Regen auf die Bekämpfung der Reste des Waldbrandes ausgewirkt hat, ist noch nicht bekannt.

Dienstag, 6.05 Uhr: Wald in Flammen - 2022 schon 850 Hektar in Sachsen betroffen

In Sachsen haben in den vergangenen Wochen schon weit mehr Hektar Wald gebrannt als jeweils in den Jahren seit 2008. Mit den Feuern Ende Juni in der Gohrischheide und dem aktuellen Brand in der Sächsischen Schweiz summiert sich die betroffene Fläche auf rund 850 Hektar. Nach Angaben des Staatsbetriebes Sachsenforst wurden bisher 147 kleinere Brände gemeldet, betroffen waren insgesamt mehr als 100 Hektar. Dazu kämen die rund 545 Hektar in der Gohrischheide und etwa 150 Hektar in der Felswelt des Elbsandsteingebirges.

Damit ist flächenmäßig auch das ähnlich trockene Jahr 2018 getoppt worden, für das die Statistik insgesamt 240 Hektar ausweist - der bisherige Höchstwert. "Ähnliche Dimensionen gab es in den 1990er Jahren", sagte Sachsenforst-Sprecher Renke Coordes. Das letzte vergleichbare Ereignis datiere von 1992, als über drei Wochen mehr als 1000 Hektar Wald bei Weißwasser (Landkreis Görlitz) brannten.

Rund 60 Prozent der Waldbrände entstehen demnach durch Fahrlässigkeit: Rauchen, Lagerfeuer oder Grillen im Wald oder parkende Autos mit aufgeheiztem Katalysator auf trockener Vegetation. "Die zweithäufigste Ursache ist vorsätzliche Brandstiftung, im Durchschnitt 15 Prozent sind darauf zurückzuführen", sagte Coordes. Ihr Anteil schwanke zwischen 5 und 25 Prozent pro Jahr. In etwa einem Drittel kann nicht geklärt werden, wie das Feuer entstand. Nur für etwa vier Prozent gibt es natürliche Gründe.

Die Aufklärung von Brandstiftungen ist wegen der Spurenlage eher unwahrscheinlich, wenn es keine Zeugen gibt. "Feuer vernichtet die Spuren ja nahezu", sagte Tom Bernhardt vom Landeskriminalamt (LKA) Sachsen. 2021 konnten demnach nicht einmal in 20 der 100 Fälle Verdächtige ermittelt werden, in diesem Jahr sind es gut 20.

16.19 Uhr: Noch Glutnester in Sächsischer Schweiz

Der Waldbrand in der Hinteren Sächsischen Schweiz ist noch nicht vollständig gelöscht. Die Feuerwehr ist weiterhin damit beschäftigt, Glutnester im Waldboden des Nationalparks ausfindig zu machen und zu bekämpfen. Am Montag waren dazu rund 370 Einsatzkräfte im Dienst, wie das Landratsamt in Pirna gegenüber Sächsische.de erklärte.

Das Landratsamt weist darauf hin, dass die Bundesstraße B172 zwischen Bad Schandau und Schmilka weiterhin in beide Richtungen für den allgemeinen Verkehr gesperrt ist, ebenso der Grenzübergang nach Hřensko. Die Sperrung beginnt hinter dem Abzweig ins Kirnitzschtal. Am Wochenende hatten offenbar anderslautende Falschmeldungen die Runde gemacht.

11.19 Uhr: Döbelner Feuerwehrfrau in der Sächsischen Schweiz im Einsatz

Anna-Lisa Novak kämpfte sechs Tage lang mit den anderen Kameraden des Katastrophenschutzzuges Wasserversorgung Mittelsachsen gegen das Feuer in der Sächsischen Schweiz. Die Belastung war für die Ehrenamtliche offenbar groß: „Damit hatte ich nicht gerechnet. Die körperliche Herausforderung war erst zu spüren, als wir zur Ruhe gekommen sind“, so die Feuerwehrfrau. Wie die Löscharbeiten liefen und was den Einsatz so anstrengend machte, lesen Sie hier: Als Feuerwehrfrau mit Hacke und Schaufel gegen Glutnester.

10.12 Uhr: Video zeigt Feuerwehrleute aus Niedersachsen auf dem Weg nach Sachsen

Noch sind in der Sächsischen Schweiz Feuerwehrleute aus mehreren Teilen Deutschlands im Einsatz. Einige kommen aus dem Landkreis Northeim, im Süden Niedersachsens. Ein Video zeigt die Einsatzkräfte auf ihrem Weg nach Sachsen. Laut eigener Aussage werden sie dort auch in der kommenden Woche im Einsatz sein.

Montag, 8 Uhr: Feuerwehrmann wird Vater und löscht weiter

Während der Löscharbeiten beim Waldbrand in der Böhmischen Schweiz ist die Frau eines Prager Feuerwehrmanns mit Wehen in ein Krankenhaus gekommen. Wie die Feuerwehr aus der tschechischen Hauptstadt auf Twitter mitteilt, sei der Feuerwehrmann von Kollegen noch mit seiner Uniform und "dreckig, stinkend, aber pünktlich" zu seiner Frau in die Entbindungsklinik gekommen.

Nach der Geburt der kleinen Lilien ging es für den Prager Helfer zurück zum Einsatzort in den Nationalpark. Dort hat er nach Angaben der Feuerwehr das weiter gelöscht, was er zuvor nicht geschafft hat.

17.00 Uhr: Innenminister Schuster: Orden für Helfer bei Waldbränden

Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) will für die Einsatzkräfte bei den Waldbränden der vergangenen Wochen eine besondere Anerkennung. "Das steht definitiv auf unserer To-do-Liste", sagte er im Interview mit der "Leipziger Volkszeitung" (Montag). "Es ist völlig klar, dass es so etwas geben muss." Freiwillige Feuerwehren, Technisches Hilfswerk, Bundeswehr und Bundespolizei "haben geholfen, ein wertvolles Stück Sachsen zu retten".

Schuster denkt dabei an einen Orden statt einer Geldprämie. Der Flutorden an der Uniform, mit dem Brandenburg die Helfer der Oderflut ausgezeichnet habe, habe ihnen mehr gegeben als Geld, erinnerte er. "Ich könnte mir das auch in Sachsen vorstellen." Der Ministerpräsident werde "das Richtige" tun.

Sonntag, 14. August, 15.38 Uhr: Zahl der Glutnester halbiert

Im Brandgebiet in der Hinteren Sächsischen Schweiz entspannt sich die Lage, trotzdem dauert der Einsatz weiterhin an. Wie Yamina Benamara von der Pressestelle des Landratsamtes in Pirna sagte, habe sich die Zahl der Glutnester am Wochenende auf 50 halbiert. "Der Regen fehlt immer noch, zum Glück hat aber der Wind auch nicht zu einer Verschlechterung der Lage geführt", sagte sie. Offene Feuer gebe es derzeit nicht. Entsprechend der verbesserten Lage reduziert sich auch die Zahl der Einsatzkräfte vor Ort. Waren zum Höhepunkt der Katastrophe rund 800 Frauen und Männer im Einsatz, sind es derzeit 430. Nachdem die Bundeswehr ihre Hubschrauber abgezogen hatte, verabschieden sich nun auch die privaten Anbieter Heli Austria und Spezialflug International. Ein privater Helikopter bleibt aber weiterhin in Reinhardtsdorf-Schöna stationiert, um Feuerwehrleute und Material in den Wald zu bringen. Reporter Mike Jäger berichtete von Flügen ab 7 Uhr früh am Sonntag. Drei Hubschrauber seien unterwegs gewesen, aber nicht mehr so stetig wie in den letzten Tagen. Ab 9.30 Uhr habe aber Ruhe geherrscht.

16.55 Uhr: Wegen Waldbränden Evakuierte kehren in Häuser in Böhmen zurück

16.33 Uhr: B 172 zwischen Bad Schandau und Grenzübergang bleibt weiter gesperrt

Seit dem heutigen Samstag ist die Kirnitzschtalstraße, die wegen des Waldbrandes in der Hinteren Sächsischen Schweiz für den Fahrzeugverkehr gesperrt war, wieder befahrbar. Das teilte das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit. Auch die Kirnitzschtalbahn habe ihren Fahrbetrieb wieder aufgenommen. Dagegen bleibe die Bundesstraße 172 in Bad Schandau ab Hotel „Lindenhof“ in Richtung Grenzübergang Schmilka weiterhin in beiden Richtungen gesperrt. Anderslautende Meldungen entsprechen nicht den Tatsachen, da der Einsatz der Kräfte zur Bekämpfung des Waldbrandes noch nicht beendet ist, hieß es in einer Mitteilung des Landratsamtes.

13.20 Uhr: Lage bei Waldbrand Sächsische Schweiz trotz Regens unverändert

In der Sächsischen Schweiz brennt es noch immer. Trotz einiger Niederschläge ist die Situation bei dem Waldbrand unverändert, wie eine Sprecherin des zuständigen Landratsamtes Pirna am Samstag auf Anfrage sagte. "Der Regen war zu wenig." Man könne nur weiter abwarten, ob es noch mehr regne und wie der Wind sich verhalte. Nach wie vor seien rund 750 Helfer im Einsatz, die mit Löschflügen durch Hubschrauber unterstützt würden. Seit zweieinhalb Wochen brennt es im Nationalpark nahe der Grenze zur Böhmischen Schweiz, aus der das Feuer übergegriffen hatte.

Die Lage hatte sich in den vergangenen Tagen etwas entspannt, die Zahl der Glutnester verringert und das Gebiet, in dem ein Betretungsverbot gilt, um 55 Prozent verkleinert. Auch die Kirnitzschtalstraße ist wieder frei für den Verkehr. Das Feuer war am 24. Juli in der Nähe des Prebischtors, einer bei Touristen beliebten Felsformation, in dem tschechischen Nationalpark ausgebrochen und hatte sich über die Grenze ausgebreitet.

In Tschechien ist das Feuer, das 20 Tage lang auf bis zu 1.060 Hektar gewütet hatte, gelöscht, am Freitag war das Gebiet wieder an die Nationalparkverwaltung Böhmische Schweiz übergeben worden. Auf sächsischem Gebiet war nach Angaben der Behörden eine Fläche von 150 Hektar betroffen. Der Schwerpunkt liegt im hinteren Teil des Nationalparks zwischen Elbe, Kirnitzsch und der Landesgrenze. Erschwert werden die Löscharbeiten durch Glutnester im Boden, die bis an die Oberfläche durchbrennen können.

Samstag, 8.59 Uhr: Tschechische Polizeihubschrauber waren 500 Stunden im Brand-Einsatz

Die Hubschrauberstaffel der Tschechischen Polizei zieht Bilanz nach dem Einsatz gegen den Waldbrand in der Böhmischen Schweiz. In 20 Tagen sind rund um Hřensko fast 3.000 Ladungen Löschwasser abgeworfen worden, insgesamt ungefähr 3 Millionen Liter. Die Hubschrauber waren dafür mehr als 500 Stunden in der Luft. Inzwischen hat der der PČR Aviation Service seine Mission beendet. Bei Bedarf sollen die Piloten aber schnell wieder bereit zum Helfen sein, heißt es in einem Twitterbeitrag der Polizei Tschechien.

15.35 Uhr: Böhmische Schweiz vollständig an Nationalparkverwaltung abgegeben

Nach 20 Tagen hat die tschechische Feuerwehr den Waldbrand in der Böhmischen Schweiz vollständig gelöscht. Das teilen die Einsatzkräfte auf Twitter mit. Demnach seien auch die restlichen Gebiete, in denen die vergangenen Tage noch gelöscht wurde, am Freitagnachmittag gegen 15 Uhr an die Nationalparkverwaltung abgegeben worden.

Die Löscharbeiten sind damit im tschechischen Teil des Nationalparks nun erst einmal abgeschlossen. Der Großteil der Feuerwehrleute aus der ganzen Republik wurde nach Hause geschickt. Nun bleibt noch ein Teil der Einsatzkräfte aus dem Kraj Ústí vor Ort, um gemeinsam mit den Mitarbeitern des Nationalparks Brandwache zu halten. "Die Patrouillen werden von 72 freiwilligen Feuerwehrleuten mit 35 Fahrzeugen aufrechterhalten", so die Feuerwehrleute. "Hinzukommen 40 Kameraden der Berufsfeuerwehr."

Indes verlassen am Freitag alle Hubschrauber den Brandort. Sie werden nur noch bei Bedarf über die üblichen Alarmierungswege gerufen. Seit Beginn des Waldbrandes auf tschechischer Seite waren in der Böhmischen Schweiz etwa 6.000 Feuerwehrleute sowie 400 Feuerwehrfahrzeuge aus der ganzen Republik im Einsatz.

15.03 Uhr: Löschhubschrauber beenden Einsatz

Die zwei privaten Unternehmen Heli Austria und Spezialflug International wollen den Einsatz ihrer drei Löschhubschrauber im Nationalpark Sächsische Schweiz voraussichtlich am Sonntag beenden. Die Firmen bekämpfen im Auftrag des Landkreises seit 27. Juli den Waldbrand - neben Helikoptern der Bundeswehr, Bundes- und Landespolizei.

Da sich die Situation zunehmend entspannt habe, könnten sich die Löschhubschrauber zurückziehen, teilt Spezialflug International auf Anfrage von sächsische.de mit. Vor Ort bleibt aber eine Maschine, die Transportflüge absolvieren kann, beispielsweise um Material oder Einsatzkräfte in den Wald zu fliegen. Sollte sich die Lage in der kommenden Woche wieder zuspitzen, könnten die Hubschrauber innerhalb weniger Stunden in die Sächsische Schweiz zurückkehren, heißt es.

Ein Löschhubschrauber von Heli Austria über dem Nationalpark Sächsische Schweiz.
Ein Löschhubschrauber von Heli Austria über dem Nationalpark Sächsische Schweiz. © Thomas Scholz

13 Uhr: Weitere Entspannung bei Waldbrand in Sächsischer Schweiz

Die Situation beim Waldbrand im hinteren Teil der Sächsischen Schweiz an der Grenze zu Tschechien hat sich weiter leicht entspannt. Abendliche Aufklärungsflüge hätten im Grenzbereich weniger Glutnester entdeckt als noch am Vortag, sagte Thomas Kunz vom Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge am Freitag. "Durch die Bemühungen der Einsatzkräfte haben wir eine positive Entwicklung". Von diesen seien am Freitag rund 750 im Einsatz, die von Löschflügen durch Hubschrauber unterstützt werden, sagte Kunz.

Der Schwerpunkt bei der Brandbekämpfung liege weiter im hinteren Teil des Nationalparks Sächsische Schweiz. Der gesperrte Bereich werde von der Elbe, der Kirnitzsch sowie der Grenze zu Tschechien eingegrenzt. Das Problem bei den Löscharbeiten sind nach Angaben des Sprechers nach wie vor Glutnester im Boden, die bis an die Oberfläche durchdringen könnten.

10.05 Uhr: Erschöpft und ausgebrannt: Waldbrände fordern Feuerwehrleute maximal

Sie arbeiten bei extremer Hitze körperlich hart. Doch beim Einsatz in der Sächsischen Schweiz werden die Löschtrupps auch psychisch stark beansprucht.

"Stress ist wie ein Pegel, der mit jedem Problem steigt. Entweder man schafft es, Stress in Ruhephasen wieder abzubauen. Doch wenn sich ein Problem auf ein anderes aufbaut, entsteht ein Gefühl der Machtlosigkeit", sagt Christian Eckardt von der Hilfsorganisation Johanniter. Der Mensch brauche die Option, handlungsfähig zu bleiben. Eine Reportage aus dem Waldbrand-Gebiet.

Freitag, 6.27 Uhr: Einsatzgebiet in Sächsischer Schweiz verkleinert

In den vergangenen Tagen hat sich die Lage in der Sächsischen Schweiz stetig verbessert. Deshalb ist nun das Einsatzgebiet verkleinert worden. Das teilte das Landratsamt in Pirna mit: "Der gesperrte Bereich wird nun von der Elbe, der Kirnitzsch sowie der tschechischen Grenze eingegrenzt."

Die Kirnitzschtalstraße ist seit Freitag nicht mehr für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Die Kirnitzschtalbahn fährt ab Samstag wieder.

17.22 Uhr: Kirnitzschtalbahn startet Samstag wieder

Wegen der Waldbrände musste die Kirnitzschtalbahn ihren Betrieb am 26. Juli einstellen. Da sich die Lage nun beruhigt hat, wird die historische Straßenbahn ab dem 13. August wieder planmäßig fahren, teilte Christian Schlemper, Pressesprecher vom Verkehrsverbund Oberelbe, am Donnerstag mit.

Der Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (RVSOE) setzt ab Samstag drei Drei-Wagen-Züge ein, so dass wie gewohnt ein 30-Minuten-Takt auf der Bahn durch den Nationalpark angeboten wird. Das Landratsamt in Pirna hatte zuvor die am 26. Juli ergangene Allgemeinverfügung zur Einstellung des Betriebes der Kirnitzschtalbahn in Bad Schandau zum 12. August, 24:00 Uhr widerrufen. Wanderungen und Ausflüge in die Region nördlich des Kirnitzschtals sind nun wieder ohne größere Einschränkungen möglich.

13.30 Uhr: Sächsische Schweiz will nach Brand noch mehr Touristen locken

Nach den Waldbränden in der Sächsischen Schweiz sollen Urlauber im Herbst und Winter gezielt in die Region gelockt werden. Wie die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) am Donnerstag mitteilte, wurde dazu ein Maßnahmepaket verabschiedet. Die ganzen Maßnahmenpunkte und die Hintergründe.

10.42 Uhr: Weitere Kräfte werden aus Böhmischer Schweiz abgezogen

Im Waldbrandgebiet auf tschechischer Seite werden am Donnerstag weitere Feuerwehrleute abgezogen und zurück in ihre Regionen geschickt. Das teilt die Feuerwehr des Kraj Ústí mit. "150 Einsatzkräfte aus den Regionen Südböhmen, Südmähren, Pilsen, Karlsbad und Vysočina werden heute zurückfahren."

Auf tschechischer Seite sind am Donnerstag damit nur noch knapp 630 Feuerwehrleute mit 250 Fahrzeugen im Einsatz. Die Löscharbeiten laufen auf einer Fläche von etwa 50 Hektar, auf der mit Drohnen erneut mehrere Ausbrüche lokalisiert wurden. Unterstützt werden die Löschtrupps am Boden mit fünf Hubschraubern, vier davon zur Brandbekämpfung.

Zudem konnten die Einsatzkräfte nach eigenen Angaben bereits einen weiteren Teil des Territoriums an die Verwaltung des Nationalparks übergeben.

10.20 Uhr: Aktuelle Lage in der Hinteren Sächsischen Schweiz

Die Lage im Waldbrandgebiet Hintere Sächsische Schweiz entwickelt sich weiter positiv. Das teilt der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge am Donnerstag mit.

"Im Grenzbereich wurden bei Überflügen vereinzelte Glutnester entdeckt, deren Gesamtfläche sich im Vergleich zu den Vortagen reduziert hat. Schwerpunkte der Brandbekämpfung sind der Grenzsteig und der Bereich Partschenhörner", so das Landratsamt. Der Einsatz der Hubschrauber sei nur noch punktuell erforderlich gewesen.

Einige Bereiche des Einsatzgebietes werden von den Feuerwehrleuten am Donnerstag an die Nationalparkverwaltung übergeben. Im Bereich Grenzsteig, Partschenhörner und Katzenstein werde jedoch weiterhin mit zahlreichen Einsatzkräften und mit Unterstützung durch Löschflüge die Glut im Boden bekämpft, so ein Sprecher des Landratsamtes. Am Donnerstag seien etwa 750 Kräfte im Einsatz, die von zehn Hubschraubern unterstützt werden.

9.40 Uhr: Wo man in der Sächsischen Schweiz trotz Waldbrand jetzt wandern kann

Hunderte Feuerwehrleute kämpfen weiter Tag für Tag gegen Glutnester im Elbsandsteingebirge. Betroffen ist davon aber nur ein Teilgebiet der Sächsischen Schweiz. Selbst der Nationalpark ist nicht komplett gesperrt.

Urlauber und Tagestouristen können also zum Wandern in die Sächsische Schweiz fahren. Mehr noch: Wer die gebeutelten Gastwirte und Vermieter unterstützen möchte, sollte genau dies tun. "Jeder Urlauber hilft jetzt der Region", hatte Tourismusverbandschef Tino Richter bereits Ende Juli erklärt. Sächsische.de zeigt, wo man in der Sächsischen Schweiz trotz Waldbrand jetzt wandern kann.

Donnerstag, 6.50 Uhr: Evakuierte Bewohner können Samstag zurück

Die evakuierten Bewohner von Hřensko und Teilen von Mezná und Mezní Louka könnten laut dem Bürgermeister von Bystřice pod Hostýnem, Zdeněk Pánek, am Samstag in ihre Häuser zurückkehren. Das berichtete die tschechische Presseagentur ČTK.

Am heutigen Donnerstag sollen erneut weitere Teile des Nationalparks Böhmische Schweiz von den Feuerwehrleuten an die Parkverwaltung übergeben werden. Die Parkverwaltung hat bisher schon das Gebiet in der Nähe des Dorfes Janov, einen Teil des Gebiets nordwestlich von Vysoké Lípa und einen Teil des Gebiets östlich des Prebischtors wieder übernommen.

Allerdings muss die Verwaltung freiwillige Feuerwehrleute für die Überwachung der Standorte bereitstellen, da dort weiterhin Gefahr neuer Ausbrüche bestehe. Laut ČTK werden mindestens 15 Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr benötigt.

Sollte der Feuerwehreinsatz in der Böhmischen Schweiz weiter wie erwartet verlaufen, werden die Feuerwehrleute den letzten Teil der bisherigen Brandstelle bis Freitag an die Parkverwaltung übergeben haben.

Zeitweise waren 1.000 Feuerwehrleute im Einsatz. Diese verlassen nun nach und nach die Böhmische Schweiz. Etwa hundert Feuerwehrleute aus den Regionen Olomouc, Zlín, Pardubice und Hradec Kralove haben ihren Einsatz bereits am Dienstag beendet.

15.50 Uhr: Pyro Games in Dresden wegen Brandgefahr verschoben

Wegen anhaltender Brandgefahr ist das für Ende August geplant Feuerwerk-Event Pyro Games in Dresden in den Oktober verschoben worden. Mit Blick auf die aktuellen Temperaturen und die Vorhersagen der kommenden Tage sehe man leider keine Entspannung bei der Trockenheit, teilte der Veranstalter am Mittwoch mit. Nun sollen die Feuerwerksraketen im Oktober in den Himmel über Dresden fliegen. Mehr dazu lesen Sie hier.

14.30 Uhr: Alloheim Kreischa unterstützt Einsatzkräfte mit Spenden

Sachspenden im Wert von 1.000 Euro übergab jetzt das Alloheim Seniorenzentrum „AGO Kreischa“ an die Feuerwehr in Bad Schandau. Über die Hauptverwaltung und in Absprache mit den Bewohnern und Mitarbeitern der Einrichtung wurde eine Sammlung für dringend benötigte Sachspenden initiiert, um die Einsatzkräfte der Brandbekämpfung in der Sächsischen Schweiz zu unterstützen. Mitarbeiter des Seniorenzentrum AGO Kreischa übergaben diese jetzt an Freiwillige Helfer und Kollegen der Feuerwehr.

Spendenübergabe vom Alloheim Kreischa an die Feuerwehr in Bad Schandau.
Spendenübergabe vom Alloheim Kreischa an die Feuerwehr in Bad Schandau. © Foto: Alloheim
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