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Dresden

Abgestellte Autos behindern Feuerwehr in Dresden

Die Brandschützer ziehen Weihnachtsbilanz. Bei einem Brand bestand besondere Gefahr.

 3 Min.
Zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr waren am 1. Weihnachtsfeiertag auf der Hochschulstraße im Einsatz.
Zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr waren am 1. Weihnachtsfeiertag auf der Hochschulstraße im Einsatz. © Feuerwehr Dresden

Dresden. Ein Feuer in der Inneren Neustadt am ersten Weihnachtsfeiertag war der Grund für einen Löscheinsatz der Feuerwehr, bei dem die Brandschützer Probleme hatten. Sie mussten an diesem Abend zur Hainstraße ausrücken. Von dort hatte ein Anwohner Rauch und Brandgeruch gemeldet. Die Feuerwehr traf um 20.17 Uhr am mutmaßlichen Brandort ein, konnte aber keine Flammen entdecken. Um die Gebäude genauer zu erkunden, wollten die Brandschützer eine Drehleiter in Stellung bringen. Das dauerte länger als geplant, weil der Einsatzort zugeparkt war.

Das Feuer konnte also nicht so schnell gefunden und gelöscht werden, wie eigentlich üblich. Autobesitzer mussten erst ihre Fahrzeuge wegfahren, dann konnten die Feuerwehrleute die Drehleiter nutzen. Parallel dazu suchte die Stadtteilfeuerwehr Bühlau weiter nach dem Brandort und entdeckte ihn auf einer Terrasse. Dort war Pappe in Brand geraten, die Ursache dafür war eine brennende Kerze. Die Mieterin hatte den Brand aber schon gelöscht. Deshalb dauerte der gesamte Einsatz nur knapp eine Stunde lang. Es gab keine Verletzten.

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Feuerwehrsprecher Michael Klahre bescheinigt den Dresdnern, an den Weihnachtstagen aufmerksam und vorsichtig mit offenem Feuer, Weihnachtsdeko, Adventskränzen und Kerzen umgegangen zu sein. "Während es in der Vorweihnachtszeit zu Wohnungsbränden durch den unsachgemäßen Umgang mit Kerzen gekommen war, mussten die Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr zu Weihnachten keine derartigen Brände bekämpfen", sagt Klahre am Tag nach Weihnachten 2021.

Neunmal mussten die Brandschützer tatsächlich Flammen löschen. Dabei habe es sich überwiegend um kleine Brände von Mülleimern oder Papiercontainern gehandelt. In 41 Fällen seien die Kollegen alarmiert worden, weil technische Hilfe nötig war, so Klahre. Weil viele Menschen auch in diesem Jahr das Weihnachtsfest mit stark eingeschränkten Kontakten begangen haben, hätten sich einige Dresdner Sorgen um Angehörige, Freunde oder Verwandte gemacht, die telefonisch nicht mehr erreichbar waren. Zehnmal musste die Feuerwehr deshalb Wohnungen öffnen. Oft habe so geklärt werden können, wo sich die Gesuchten befinden, in einigen Fällen war auch medizinische Hilfe nötig. "Es kam auch vor, dass durch lautes Klopfen der Feuerwehr die Vermissten aufwachten und selbstständig die Tür öffneten. Die Erleichterung und Freude war dann natürlich groß", berichtet der Feuerwehrsprecher.

Der Rettungsdienst wurde an vergangenen drei Tagen knapp 570 Mal alarmiert, in etwa 210 Fällen wurde auch ein Notarzt gebraucht. Der Rettungshubschrauber "Christoph 38" war achtmal im Einsatz, drei Patienten mussten mit Intensiv-Rettungswagen transportiert werden. Außerdem stehen knapp 160 sogenannte qualifizierte Krankentransporte in der Einsatzliste für Weihnachten. Dabei handelt es sich zum Rettungsdienst-Fahrten, bei denen Patienten zum Beispiel in ein Krankenhaus, zum Arzt oder zwischen Krankenhäusern transportiert werden müssen.

Weitere Brände musste die Feuerwehr unter anderem in einem Hochhaus und einem Papiercontainer an der Hochschulstraße löschen. In dem Hochhaus hatte am ersten Weihnachtsfeiertag nachmittags die Brandmeldeanlage ausgelöst. Dort brannten in einem Technikraum im Erdgeschoss Stoffreste. Die Polizei untersucht, wie es zu dem Brand kommen konnte. Rund drei Stunden danach brannte der Papiercontainer. Die Feuerwehr löschte die Flammen mit Wasser aus einem Strahlrohr. Der Container musste dazu umgekippt und geleert werden. Weil das Löschwasser schnell zu Eis wurde, streuten die Brandschützer anschließend auf der Straße und dem Fußweg.

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