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Nach Kuhstallbrand: Große Hilfsbereitschaft

Vor knapp einem Jahr brannte ein Stall in Neundorf. Zu sehen ist nichts mehr - aber zu spüren sind die Folgen durchaus noch. Zudem steht die Ursache fest.

Alles neu nach dem Brand: der vStall des Landwirtschaftsbetriebes Leubner in Neundorf.
Alles neu nach dem Brand: der vStall des Landwirtschaftsbetriebes Leubner in Neundorf. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Der Ostermontag vor knapp einem Jahr ist in Neundorf in Erinnerung geblieben: Auf dem Hof des Landwirtschaftsbetriebes Leubner brannte der Kuhstall nieder. Viele Feuerwehren der Umgebung waren im Einsatz, weil die Löschwasserversorgung in dem Großhennersdorfer Ortsteil gesichert werden musste - die Zisterne vor Ort reichte nicht aus. Ein Jahr danach ist vom Unglück nichts mehr zu sehen - zu spüren aber durchaus noch.

Gerd Leubner, der mit seinem Bruder Steffen den Hof führt, ist froh, dass das Gebäude seit Herbst wieder neu aufgebaut ist und genutzt werden kann. "Die Kühe sind wieder alle bei uns", sagt er. Zwischenzeitlich hatten die Leubnerschen Tiere "Asyl" beim Milchgut Dürrhennersdorf bekommen. Zwar haben sie das Unglück körperlich fast alle unversehrt überstanden. "Aber man merkt, dass die Tiere durch das mehrmalige Umstellen von einem Stall in den anderen gestresst sind", schildert Leubner die Lage. Bis sich die Milchproduktion wieder normalisiert hat, so schätzt er, werden wohl noch ein oder zwei Jahre vergehen.

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Ostern vor einem Jahr: Ein großes Feuerwehraufgebot löscht den Kuhstall-Brand in Neundorf.
Ostern vor einem Jahr: Ein großes Feuerwehraufgebot löscht den Kuhstall-Brand in Neundorf. © Archivfoto: Matthias Weber/photoweber.de

Nicht so viel Zeit ist vergangen, um die Ursache des verheerenden Brandes herauszufinden. Vermutungen gab es ja bereits am Unglückstag, dem 13. April, dass ein technischer Defekt die Ursache gewesen sein könnte. Inzwischen steht fest, dass tatsächlich der Traktor, der neben dem Stall abgestellt war, der Herd des Feuers gewesen ist: "Die Spurenlage deutete bereits vor Ort auf einen technischen Defekt im Motorraum des Traktors hin, der daraufhin in Brand geriet", bestätigt Polizeisprecher Sebastian Ulbrich. Durch ungünstige Windverhältnisse, so erklärt er weiter, griffen die Flammen dann auf die Stallanlage über.

Verhindern können hätten Leubners den Brand nicht. Das Fahrzeug stand geschützt auf dem Hof, weil es regelmäßig genutzt und gebraucht wurde. Etwas vorwerfen müssen sich die Landwirte nicht, ein Strafverfahren wurde daher auch nicht eingeleitet, betont der Polizeisprecher, erklärt aber: "Aufgrund des hohen Sachschadens wurde der Sachverhalt zur Kenntnisnahme und Prüfung an die Staatsanwaltschaft Görlitz übergeben."

Familie Leubner ist froh, dass diese Fragen geklärt sind und der Wiederaufbau des Stalles, der glücklicherweise nicht ganz abgerissen werden musste, schnell vorangehen konnte. Für das Landwirtschaftsunternehmen, das neben der Milchviehhaltung auch Ackerbau betreibt, war der Brand zwar ein herber Schlag. Dennoch betont Gerd Leubner, habe sich an diesem Ostermontag und den Tagen danach eines deutlich gezeigt: "Es gab eine große Hilfsbereitschaft aus dem Dorf und von Kollegen, wir haben auch Spenden bekommen - dafür sind wir sehr dankbar", hebt er hervor.

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