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Ungezieferbeseitigung setzt Haus in Brand

Rund 90 Feuerwehrleute waren am Sonntag in Neukirch/Lausitz im Einsatz - nachdem ein 57-Jähriger unfachmännisch mit einem Gasbrenner hantiert hatte.

Feuerwehrleute aus sieben Orten rückten am Sonntag nach Neukirch/Lausitz aus, um einen Wohnhausbrand zu löschen.
Feuerwehrleute aus sieben Orten rückten am Sonntag nach Neukirch/Lausitz aus, um einen Wohnhausbrand zu löschen. © LausitzNews.de/Ricardo Herzog

Neukirch/Lausitz. Der Brand in einem Wohnhaus an der Neukircher Steinhübelstraße am Sonntagmittag am Sonntag wurde durch eine unfachmännisch genutzte Gasflasche ausgelöst. Das bestätigte die Polizeidirektion Görlitz am Montag auf Anfrage von Sächsische.de. „Offenbar war der Gasbrenner eines 57-jährigen Bewohners explodiert, und es kam zum Brand“, berichtet die Polizei.

Dabei wurden der Mann und ein 34-jähriger Nachbar, der versuchte, die Flammen zu löschen, verletzt. Während der 57-Jährige mit leichten Verletzungen vor Ort behandelt werden konnte, musste der 34-Jährige zu Untersuchungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

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Loser Schlauch löst Explosion aus

Wie Polizeisprecher Sebastian Ulbrich mitteilt, wollte der Bewohner des Hauses im Gebäude Ungeziefer beseitigen, wofür er auf einen Gasbrenner zurückgriff. Doch wurde der Schlauch nicht richtig an der Gasflasche verschraubt, sondern nur aufgesteckt. So konnte es kurz nach 11 Uhr schließlich zur Explosion kommen. Einem Gerücht, dass sich im Haus Feuerwerkskörper befanden, die die Löscharbeiten behinderten, widerspricht Ulbrich klar.

Etwa 90 Feuerwehrleute mit 18 Fahrzeugen aus Neukirch, Weifa, Ringenhain, Tautewalde, Wilthen, Putzkau und Steinigtwolmsdorf waren im Einsatz, um den Brand zu löschen. „Das Wohnhaus ist aktuell nicht bewohnbar, der Sachschaden beläuft sich auf rund 35.000 Euro“, heißt es von der Polizei. Ermittelt wird nur wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung.

Wie Neukirchs Bürgermeister Jens Zeiler (CDU) bestätigt, kam der Bewohner für eine Nacht im Gasthaus "Zum Erbgericht" unter. Für die kommenden Tage wurde ihm seitens der Gemeinde die leerstehende Obdachlosenunterkunft angeboten. (SZ/fsp/rw)

Der Beitrag wurde am 5. Juli 2021 um 15.55 Uhr aktualisiert.

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