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Bautzen

Feuerwehrhaus öffnet seine Türen

Nach rund zwei Jahren Bauzeit kann am Sonnabend das neue Depot am Ortseingang von Kirschau besichtigt werden. Und nicht nur dieses.

Ortswehrleiter René Beddies an der neuen Feuerwache von Rodewitz-Kirschau. Er zeigt das Plakat, das für den Tag der offenen Tür am Sonnabend wirbt.
Ortswehrleiter René Beddies an der neuen Feuerwache von Rodewitz-Kirschau. Er zeigt das Plakat, das für den Tag der offenen Tür am Sonnabend wirbt. © Carmen Schumann

Kirschau. Die Kameraden haben sich schon ein wenig eingelebt. Denn das neue Gerätehaus der Ortswehr Kirschau-Rodewitz wurde von ihnen bereits am 5. Juli in Besitz genommen. Doch nun sollen auch die Anwohner der beiden Ortsteile der Stadt Schirgiswalde-Kirschau sehen, was in rund zwei Jahren Bauzeit geschaffen wurde.

Deshalb findet am Sonnabend ein Tag der offenen Tür statt. Ab 15 Uhr gibt es Führungen durch das Gebäude. Am Glücksrad kann man tolle Preise gewinnen und natürlich werden die Kameraden ihre Gäste auch mit Kaffee und Kuchen, Fischsemmeln und Gegrilltem bewirten. Auf die kleinen Gäste wartet eine Hüpfburg und sie können sich im Zielspritzen versuchen. Wie René Beddies, der Ortswehrleiter von Kirschau-Rodewitz sagt, ist für das kommende Frühjahr dann noch eine richtig große Einweihungsfeier geplant.

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Eine Burg, die genauso aussieht wie im Mittelalter?

Schließlich hat die Stadt Schirgiswalde-Kirschau in das anspruchsvolle Bauvorhaben rund 2,7 Millionen Euro investiert. Der Neubau war nötig geworden, weil die beiden alten Gerätehäuser von Rodewitz und von Kirschau direkt an der Spree lagen und vom Hochwasser 2013 arg in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Da die beiden Ortswehren sich 2016 zusammengeschlossen hatten, lag es nahe, ein gemeinsames Gerätehaus zu errichten. Ende April 2017 war der Grundstein für das Gebäude gelegt worden, das auf dem freien Feld am Ortseingang von Kirschau, aus Richtung Rodewitz gesehen, errichtet wurde. Von der Straße aus nicht zu sehen ist der Neubau des Bauhofes der Stadt Schirgiswalde-Kirschau. Dessen Mitarbeiter werden ihr neues Domizil und ihre Technik ebenfalls am Sonnabend den Besuchern präsentieren. Aus Gründen der Zweckmäßigkeit besitzen beide Gebäude einen gemeinsamen Hausanschlussraum.

Das neue Feuerwehrhaus besteht aus zwei Teilen, nämlich einer Fahrzeughalle mit vier Stellplätzen sowie einem Flachbau für die Sozialräume. Alles ist hell und großzügig gestaltet. In der Fahrzeughalle finden die beiden Löschfahrzeuge Platz, die die beiden Ortswehren mit in die „Ehe“ eingebracht haben, ein Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20 und ein Löschfahrzeug LF 10, sowie ein ABC-Erkundungskraftwagen für den Katastrophenschutz. Besonders stolz sind die Kameraden auf ihr neues Boot, das aus einem Aluminiumkörper besteht und bestens für den Hochwassereinsatz geeignet ist. Wie René Beddies sagt, besitzt es sogar Räder, was es möglich macht, ganz nahe an die Häuser heranzufahren, um Menschen zu retten. Anders als Schlauchboote ist das neue Boot durch seine Stabilität gut gegen herantreibende Äste gewappnet.

Durch die Vereinigung der beiden Ortswehren sei man jetzt personell recht gut aufgestellt, sagt René Beddies. 37 Aktive sind derzeit im Einsatz. Hinzu kommen zwölf Jugendfeuerwehrleute. Für den Feuerwehrnachwuchs liegen sogar schon zwei Neuanmeldungen vor. Der Ortswehrleiter hofft, durch den Tag der offenen Tür auch weiteren Neuzugängen den Dienst bei der Ortswehr schmackhaft machen zu können. In den letzten zwei Jahren seien vier Jugendliche in den Kreis der aktiven Kameraden nachgerückt. Auf die Feuerwehrleute von Kirschau-Rodewitz kommen jährlich durchschnittlich 50 Einsätze zu. Davon sind rund 30 Prozent Brand-Einsätze und 70 Prozent technische Hilfeleistungen. Außerdem sind turnusmäßige Ausbildungen zu absolvieren, so zum Beispiel für das ABC-Erkundungsfahrzeug.