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Feuerwehrleute wollen Thomas Redmer als Chef

Der Leppersdorfer gewann bei der Wahl die meisten Stimmen. Im Gemeinderat war er im Dezember abgelehnt worden.

© Archivfoto: Willem Darrelmann

Von Thomas Drendel

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Leppersdorf. Jetzt erst recht, sagte sich Thomas Redmer. Er war im Dezember bei der Wahl zum neuen Gemeindewehrleiter von Wachau knapp gescheitert. Mit sechs Gegenstimmen und sechs Ja-Stimmen lehnten ihn die Gemeinderäte als neuen Wehrleiter ab. „Ich trete auch bei der nächsten Abstimmung an“, sagte er damals.

Jetzt hat die zweite Wahl stattgefunden, zumindest der erste Teil davon. Alle Feuerwehrleute der Gemeinde waren am Dienstagabend an die Urnen gerufen, um ihren neuen Chef zu bestimmen. Wie bei der vorherigen Wahl traten als Kandidaten der Ortswehrleiter von Wachau, Dominik Thamsen und Thomas Redmer aus Leppersdorf an.

Wie bei der Abstimmung Ende vergangenen Jahres konnte Thomas Redmer die meisten Stimmen auf sich vereinigen. 58 Kameraden votierten für ihn, 28 für Dominik Thamsen. Damit war der Vorsprung für den Leppersdorfer nicht mehr ganz so groß. Von den 92 Frauen und Männern, die ihre Stimmen abgaben, votierten im November rund zwei Drittel für ihn. Diesmal waren es knapp die Hälfte.

Bei der nächsten Sitzung des Wachauer Gemeinderates am Mittwoch, dem 14. Februar, findet dann der entscheidende Wahlgang statt. Dann stimmen die Gemeinderäte darüber ab, ob der von den Feuerwehrleuten gewählte Kandidat wirklich Gemeindewehrleiter werden kann. Vermutlich wird es wegen der Brisanz am 14. Februar wieder eine geheime Abstimmung geben. Überraschend war das schon bei dem Votum im Dezember der Fall gewesen. Sollte es wieder eine Ablehnung oder ein Patt geben, hätte Bürgermeister Veit Künzelmann (CDU) das Recht, ihn dennoch als Feuerwehrchef einzusetzen.

Ob er davon Gebrauch machen würde, ist unklar. „Sicher ist, wir brauchen eine funktionierende Gemeindewehrleitung“, sagte er vor einigen Tagen. Wichtig ist auch, wieder Ruhe in die Reihen der Feuerwehrleute zu bringen, denn unter der Decke scheint es zu rumoren. Der bisherige Gemeindewehrleiter und einstige Ortswehrleiter von Wachau Marian Branding hatte vor einigen Tagen seinen Austritt aus der Freiwilligen Feuerwehr von Wachau erklärt. Meinungsverschiedenheiten gab er als Grund für diesen Schritt an.

Thomas Redmer hat das Feuerwehrhandwerk von der Pike auf gelernt. Seine Laufbahn begann er bei der Jugendfeuerwehr in Oppach. Dann folgte die Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr, bevor er 1982 zur Berufsfeuerwehr nach Bautzen kam. Nach 1990 ging er dann zur Kripo als Kriminaltechniker. 1994 wechselte der Oberlausitzer in die Kriminaltechnische Untersuchungsstelle und durch eine Strukturreform bei der Polizei dann 2005 zum Landeskriminalamt. 16 Jahre war er bereits Gemeindewehrleiter von Wachau, 2017 trat er aus gesundheitlichen Gründen zurück. Sollte er wieder gewählt werden, ist für ihn vor allem wichtig, die Zusammenarbeit aller Ortswehren zu verbessern. „Wir können nur erfolgreich sein, wenn das klappt. Wir müssen uns alle respektieren und alle das gleiche Ansehen genießen“, sagt er. Ja, in der Vergangenheit habe es Verstimmungen gegeben, sagt er.