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Feuerzauber trotz Vollsperrung nicht gefährdet

Am 12. November beginnen die Bauarbeiten auf der Schillerstraße in Ebersbach-Neugersdorf. Die Stadt musste umplanen.

Von Holger Gutte

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Hinter den Kulissen der Saftpressen

Am 21. September 2019 haben Interessierte die Möglichkeit zu erfahren, wie der leckere Saft in die Flasche kommt. 

Gleich mehrere Baumaßnahmen sind in den nächsten Monaten auf der Schillerstraße in Neugersdorf vorgesehen. Auf Verkehrseinschränkungen müssen sich die Kraftfahrer dabei schon in der nächsten Woche einstellen. Ab kommenden Montag beginnt bereits das erste Projekt. Auf dem Abschnitt der Schillerstraße, auf dem beim Hochwasser der Mischwasserkanal zerstört wurde, wird ein neuer Kanal gelegt. „Dafür muss in diesem Bereich die Straße voll gesperrt werden“, sagt Bürgermeisterin Verena Hergenröder (parteilos).

Der neue Kanal wird im Bereich in Höhe Verkehrsgarten auf einer Länge von rund 100 Metern weiter bis etwa zum Ende der Einmündung an der Ernst-Thälmann- Straße verlegt. Die Arbeiten hierfür werden erst im Frühjahr 2019 fertig. Zwar wird die Schillerstraße dadurch zur Sackgasse, der Neugersdorfer Feuerzauber soll deswegen aber nicht eingeschränkt werden, berichtet sie. Auch die Grundstückszufahrten sind gesichert. Einschränkungen gibt es durch die Bauarbeiten auf der Straße lediglich für die Schulnutzer, schildert die Bürgermeisterin. Die Verkehrsführung zur Fichte-Grundschule verläuft hier während der Bauarbeiten über die Uhlandstraße.

Am 16. November laden in Neugersdorf wieder Gewerbetreibende und Vereine zum Feuerzauber mit einem abwechslungsreichen Einkaufsabend bei Feuerschein ein. Entlang der Hauptstraße öffnen dabei traditionell die Geschäfte bis spät in den Abend hinein. Das beliebte Fest wird schon seit mehreren Jahren vom Gewerbeverein Oberland organisiert.

Das Erneuern des kaputten Abschnittes des Mischwasserkanals ist auf der Straße aber nicht die einzige geplante Baumaßnahme gewesen. Die gesamte Schillerstraße ist stark sanierungsbedürftig. Auf ihrer jüngsten Sitzung haben die Stadträte nun aber beschlossen, die drei anderen Projekte getrennt von diesem zu behandeln. Grund hierfür sind unter anderem die nach den Ausschreibungen extrem hohen Angebote von Baufirmen. „Die lagen weit über den Kostenberechnungen“, sagt die Bürgermeisterin. Deshalb werden die Arbeiten nun gesplittet.

Das neue Gemeinschaftsprojekt zwischen der Stadt Ebersbach-Neugersdorf, dem Eigenbetrieb „Abwasser Spreequellen“ und der Süd-Oberlausitzer Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungs GmbH (Sowag) soll möglichst auch bereits ab dem nächsten Jahr in Angriff genommen werden. „Noch ist hierfür aber die Ausführungsplanung nicht durch“, sagt Verena Hergenröder.

Bisher gibt es auf der gesamten Schillerstraße nur einen Mischwasserkanal. In den fließen derzeit noch Abwasser und Regenwasser ein. Das soll sich ändern. Künftig werden Abwasser und Regenwasser in getrennte Kanäle geleitet. Deshalb verlegt der Eigenbetrieb an der Straße einen Regenwasserkanal. Zudem will die Sowag hier die Trinkwasserleitung erneuern. Die Leitung des Energieunternehmens Enso liegt bereits.

Die Stadt kümmert sich zum Schluss um den Straßen- und Wegebau der Schillerstraße. Sehr wahrscheinlich ist dabei, dass die Straßenbreite und auch die Gehwegführung etwas verändert werden, schildert die Bürgermeisterin. „Die Situation dort ist unglücklich gelöst“, sagt sie. Die Mitglieder des Technischen Ausschusses der Stadt werden sich auf ihrer Sitzung am kommenden Montag dem Thema annehmen. Erst danach könne man sagen, ob und welche Veränderungen es auf der Schillerstraße an der Fahrbahn und am Fußweg gibt, berichtet Verena Hergenröder. Trotz Fördermittel muss die Stadt Ebersbach-Neugersdorf für den Straßen- und Wegebau sowie für den 50-prozentigen Anteil beim Verlegen des Regenwasserkanals 213 680 Euro an Eigenmittel beisteuern. Dafür werden einige andere Straßenbauarbeiten wie etwa an der August-Weise-Straße verschoben.