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Filmemacher aus Radebeul dreht Flüchtlingsfilm für die ARD

Der Fernsehjournalist Robert Jahn war dafür mit der Kamera auch in den Landesbühnen.

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© Symbolfoto/Regina Berger

Radebeul. Libellulafilm – nach einer Libellen-Gattung – nennt sich die Autorengemeinschaft, zu der sich 2011 zwei Filmbegeisterte zusammenschlossen. Ihr Schwerpunkt: soziale und ökologische Themen.

Gemeinsam gearbeitet wird schon länger, nämlich seit 2004, sagt der 1979 in Dresden geborene und in Radebeul aufgewachsene Fernsehjournalist und Filmemacher Robert Jahn, der seitdem mit der italienischen Filmemacherin Nina Mair, Jahrgang 1980, Dokfilme und Reportagen produziert. Jahn ist seit 2002 als Reporter und Autor für den MDR und Arte sowie als freier Produzent tätig.

„Flucht nach Deutschland“ heißt ihr aktuelles Projekt, das sie auch nach Radebeul führte. Sie begleiten für ein Jahr im Auftrag der Dokfilm GmbH Potsdam für die ARD einen jungen afghanischen Flüchtling, der in Pirna lebt. Mit den Theatermachern Pirna und dem Stück „Wo ist das Problem?“ war Said kürzlich in den Landesbühnen in Radebeul zu Gast. In dem Stück spielt er eine zentrale Rolle, so begleiten die Filmemacher die Theatergruppe seit Probenbeginn und kamen mit in die Lößnitzstadt. Besonders interessant für sie: Wie das Publikum auf das Stück reagiert, wie die Diskussion zum Thema Flucht, Asyl und Pegida läuft.

Das Porträt wird Teil eines 90 Minuten langen Films über Flüchtlinge in Deutschland, an dem noch drei weitere Teams arbeiten, erklärt Robert Jahn.

Hauptsächlich für das öffentlich rechtliche Fernsehen waren Mair und Jahn bisher auf fünf Kontinenten und in fast allen Ländern Europas unterwegs. Seit 2008 rückt die Migration verstärkt in ihren Fokus. Ihr Film „Deutschland is a good country“ begleitete von 2010 bis 2012 afghanische Flüchtlinge und deutsche Soldatenfamilien und zeigte so die Folgen des Krieges in Afghanistan und in Deutschland. Für die Wanderausstellung „Was glaubst du denn?!“ der Bundeszentrale für politische Bildung porträtierten Mair und Jahn sieben junge Muslime, die in Deutschland leben. Die Ausstellung tourt weiter durch die Bundesrepublik, war auch in Dresden und Leipzig zu sehen. (SZ/IL)