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Finanzlage deutlich verbessert

Die Kassenprüfung für 2015 ist abgeschlossen und sehr erfreulich. Für dieses Jahr sieht es sogar noch besser aus.

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© Symbolbild/dpa

Von Jörg Richter

Lampertswalde. Vor einem Jahr musste Wirtschaftsprüfer Dr. Thomas Schmechel die Gemeinde Lampertswalde noch zum Sparen ermahnen. In diesem Jahr wirkten seine Erläuterungen der Finanzsituation der Gemeinde Lampertswalde deutlich entspannter. Der Wirtschaftsprüfer aus Markkleeberg hat den Jahresabschluss für 2015 im Gemeinderat vorgestellt. Nach den beiden schlechten Jahren 2013 und 2014 stand wieder ein deutliches Plus vor dem Jahresergebnis. Die Gemeinde Lampertswalde beendete den Etat 2015 mit rund 370 000 Euro.

„Die Finanzlage ihrer Gemeinde hat sich deutlich verbessert“, sagt Schmechel und führt das darauf zurück, dass Lampertswalde im Jahr 2015 sehr wenig investierte. „Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben“, so der Wirtschaftsprüfer.

„Diesmal haben Sie uns gelobt, aber wir können ja gar nichts dafür“, sagt Gemeinderatsmitglied Udo Gabrisch. Lampertswalde, das als reiche Gemeinde keine staatlichen Zuwendungen erhält und stattdessen selbst die sogenannte „Reichensteuer“ zahlt, sei abhängig von Gewerbesteuern. Vor allem vom größten ansässigen Unternehmen, der Kronospan GmbH.

„Das ist ja das ständige Risiko, das sie hier haben“, sagt Schmechel. „Deshalb bleibe ich ja bei meiner Empfehlung, dass die Gemeinde Reserven bildet, falls es mal wieder anders kommt.“

Doch momentan sieht es für Lampertswalde finanziell sehr gut aus. Auch in diesem Jahr wird die Gemeinde mehr Gewerbesteuer einnehmen, als sie ursprünglich eingeplant hat. Im Haushalt 2017 waren 1,6 Millionen Euro Gewerbesteuer vorgesehen. Doch schon zu Jahresmitte ist es mehr gewesen. Nun geht die Gemeindeverwaltung sogar von 3,2 Millionen Gewerbesteuereinnahmen aus. Ende Juni betrug der Gesamtkassenstand rund 692 000 Euro.

Die Gemeinde Lampertswalde ist das 17. Jahr in Folge abundant. Das wird wohl auch so eine Weile bleiben. Doch im Vergleich zum Jahresabschluss 2014 blickt Bürgermeister Wolfgang Hoffmann jetzt viel gelassener in die Zukunft.