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Finanzspritze für Bob-Weltcup

Die Rennserie wird diesmal in Altenberg gestartet. Das bringt internationale Aufmerksamkeit, kostet aber auch etwas.

© Symbolbild: Egbert Kamprath

Von Mandy Schaks

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Altenberg. Matthias Benesch war am Freitag auf dem Weg nach München zur großen Pressekonferenz zum Saisonauftakt des Bob- und Schlittenverbandes Deutschland. Der Geschäftsführer der Wintersport Altenberg GmbH, welche die Bobbahn im Kohlgrund betreibt, wollte noch einmal an prominenter Stelle für das Osterzgebirge die Werbetrommel rühren. Denn die weltbesten Bob- und Skeletonfahrer werden in der letzten November-Woche zu Gast sein und im Altenberger Eiskanal in die Weltcup-Saison starten. Da erfuhr Benesch am Telefon von der Sächsischen Zeitung, dass seine Aktivitäten in Sachsen schon Früchte tragen. Wie das Staatsministerium des Inneren gestern informierte, unterstützt der Freistaat auch in diesem Jahr die Austragung internationaler Wintersport-Wettkämpfe. Sportminister Markus Ulbig (CDU) will am Montag Benesch zwei Fördermittelbescheide überreichen. So gibt der Freistaat für den Weltcup im Bob und Skeleton 33 000 Euro dazu und weitere 7 500 Euro für den Europacup im Bob und Skeleton, der sich daran anschließt. „Ich freue mich sehr, dass im Koalitionsvertrag festgeschrieben wurde, nationale und internationale Großsportveranstaltungen stärker zu fördern“, sagte Ulbig. Schließlich seien solche hochkarätigen und weltweit beachteten Sportereignisse auch ein wichtiger Werbebotschafter für Sachsen. Und wenn internationale Spitzensportler vor großem Publikum ihr Bestes geben, sporne das außerdem Nachwuchsleistungssportler an.

Benesch freut sich über jede finanzielle Unterstützung, welche die Betreibergesellschaft erhält. Denn aus eigener Kraft wären solche Großveranstaltungen nicht zu stemmen. So einen Weltcup auszurichten, kostet Benesch zufolge um die 180 000 Euro. „Wir versuchen, mit dem Geld sparsam umzugehen und trotzdem eine hohe Qualität zu bieten“, sagt er. Zu dem Weltcup im Bob und Skeleton, der am 23. November beginnt, werden um die 150 Athleten und rund 50 Betreuer aus knapp 20 Nationen erwartet. Da sie eher anreisen und länger als eine Woche bleiben, füllen sie auch die Betten der Hotels und Pensionen im Osterzgebirge. Da kommen insgesamt fast 2 000 Übernachtungen zusammen – über die Saison betrachtet ein erheblicher Wirtschaftsfaktor für die Region. Los geht es schon am Montag mit den Deutschen Meisterschaften im Bob. Sie zählen zugleich als Nominierungswettbewerbe für die internationalen Rennserien. Es geht also nach dem Training mit den Entscheidungen am kommenden Freitag und Sonnabend das erste Mal um die Wurst.