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Firma will Chemie-Interesse wecken

Das Unternehmen Kurz Typofol setzt sich für den Chemieunterricht ein. Ganz uneigennützig ist das allerdings nicht.

© André Braun

Von Eric Mittmann

Hartha. Die Chemie hat es oftmals nicht leicht im Schulunterricht. Zumindest, nach Ansicht von Dr. Martin Baumann, Geschäftsführer der Firma Kurz Typofol, geht. Schüler hätten Berührungsängste und auch die Voraussetzungen seien schwierig, da es oftmals an Geld und Ausrüstung fehlt. Um diesem Problem entgegenzuwirken, engagiert sich Typofol bereits seit einigen Jahren als Teil der Aktion Pro Chemieunterricht des Arbeitgeberverbandes Nordostchemie.

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„Wir brauchen schließlich junge Leute, die sich für Chemie interessieren“, sagte der Geschäftsführer am Montag während einer Spendenübergabe für das Martin-Luther-Gymnasium in Hartha. Mit dem Geld wolle die Schule einen Analysekoffer zum Nachweis von Ionen, einen Spannungssensor, sowie zwei Klassensätze Molekülbaukästen sowohl für den Chemie- als auch Biologieunterricht erwerben. „Damit entdecken Sie vielleicht nicht die große fachliche Liebe, aber ich denke, Sie können etwas Tolles daraus machen“, sagte Baumann an die Schüler des Gymnasiums gewandt.

Ganz uneigennützig sei die Spende nicht, gibt der Geschäftsführer zu. „Wir wollen die Chemie ansprechender gestalten und wären natürlich sehr glücklich, wenn interessierte Schüler bei uns Praktika oder Ferienarbeit machen.“

Bei einem Schüler ist dies bereits gelungen. Am Ende der Spendenübergabe überreichte Armin Hübner aus der zwölften Klasse gleich seine Bewerbungsunterlagen für ein Praktikum. „Armin ist sehr an Chemie interessiert und beteiligt sich unter anderem stehts an unseren Experimentierstraßen für den Tag der offenen Tür“, erzählt Gabriela Pawlowski, stellvertretende Schulleiterin des Gymnasiums. „Als wir erfahren haben, dass es zu der Spendenübergabe kommt, haben wir ihm vorgeschlagen, sich doch gleich zu bewerben.“

Für das Martin-Luther-Gymnasium war es die erste Spende des Unternehmens. „Die Idee entstand bereits im vergangenen Jahr, aber da hatten wir schon genügend Schulen, die wir unterstützen wollten“, so Baumann. Das Verhältnis wolle man in Zukunft gern ausbauen.