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Döbeln

Flemmingener Straße ab Montag dicht

Fast zwei Jahre nach dem Kanalbau kann endlich die Straße saniert werden. Die Verzögerung hatte mit dem Trinkwasserschutz zu tun.

Am Montag beginnen die Bauarbeiten an der Flemmingener Straße in Hartha. Eine Vollsperrung ist dafür notwendig. © Dietmar Thomas

Hartha. Seit 2017 hat die Flemmingener Straße keine geschlossene Asphaltdecke mehr. Die Geschwindigkeit wurde auf zehn Kilometer in der Stunde begrenzt.

Nach Kanalbauarbeiten wurde die Decke nur provisorisch geschlossen. Denn die Stadt ging davon aus, dass der Straßenbau gleich im Anschluss beginnt. Doch es kam anders. Nicht ganz zwei Jahre mussten die Anwohner warten. Nun sollen die Bauarbeiten am Montag beginnen. Die Straße ist ab der Kreuzung Fröndenberger Straße bis zum Haus Nummer 18 voll gesperrt. „Am Montag wurden die Anwohner über das geplante Vorhaben informiert“, sagte Bauamtsleiter Ronald Fischer. Die Straßenbeleuchtung wird während der Bauarbeiten, die voraussichtlich bis zum 26. Juni dauern, ausgeschalten. Bereits im Januar wurden in Vorbereitung der Straßenbauarbeiten Bäume gefällt. Ist der Straßenbau abgeschlossen, werden neue Bäume als sogenannte Ersatzpflanzung entlang der Straße eingesetzt.

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Das wirtschaftlichste Angebot für den Straßenbau hatte die Firma Straßenbau Andrä mit einer Summe von 336 000 Euro abgegeben. Sie erhielt den Auftrag. Im Vorfeld gab es viele Hürden zu überwinden. Zu Beginn der Planungen wurde davon ausgegangen, dass im Bestand gebaut wird und die Entwässerung der Straße wie bisher über das Bankett erfolgen kann. Da sich die Straße aber in der Trinkwasserschutzzone zwei befindet, muss eine Entwässerung eingebaut werden. Die Planung wurde entsprechend geändert und die Kosten erhöhten sich.

Die Stadträte stimmten zur Sondersitzung im Oktober der Einstellung der höheren Kosten in den Haushalt zu. Der Ausbau der Flemmingener Straße wird um 148 000 Euro teurer und soll nun 466 000 Euro kosten. Um das Projekt umsetzen zu können, hat die Stadt eine finanzielle Unterstützung von 75 Prozent aus dem Programm für den kommunalen Straßen- und Brückenbau bekommen. Aufgrund der Kostenerhöhung wurde ein weiterer Antrag auf Fördergeld gestellt. Der Eigenanteil von Hartha beträgt knapp 72 000 Euro.