merken

Deutschland & Welt

Flieger kreist vier Stunden lang über Madrid

Ein Reifen der Boeing wurde beim Start in Spaniens Hauptstadt beschädigt. Auf die Landung mussten die 128 Passagiere lange warten.

Das Flugzeug von Air Canada kurz vor der Notlandung auf dem Flughafen Barajas in Madrid.
Das Flugzeug von Air Canada kurz vor der Notlandung auf dem Flughafen Barajas in Madrid. © Eduardo Parra/Europa Press/dpa

Madrid. Ein Flugzeug mit 128 Passagieren an Bord hat wegen eines beschädigten Reifens eine Sicherheitslandung in Madrid durchgeführt. Die vom spanischen Fernsehen übertragene Landung der Air Canada-Maschine erfolgte am Montag kurz nach 19.00 Uhr ohne Probleme. 

Zuvor war der Pilot mit der Maschine mehr als vier Stunden über ein Gebiet südlich der spanischen Hauptstadt gekreist, um Treibstoff zu verbrauchen und die Maschine leichter zu machen.

Wer den Pfennig nicht ehrt

und sich nicht im Paragrafendschungel zurechtfindet, ist schnell arm dran. Tipps und Tricks rund um Geld, Sparen und juristische Fallstricke gibt es hier zu finden.

Die Maschine vom Typ Boeing 767-300 war beim Start in Madrid an einem Fahrwerkrad beschädigt worden, wie ein Sprecher der spanischen Flugsicherung ENAIRE auf Anfrage erklärte. Die Maschine war gegen 14.30 Uhr gestartet und hätte eigentlich nach Toronto fliegen sollen. Der Pilot meldete den Schaden kurz nach dem Abflug und kündigte die Rückkehr nach Madrid an.

Rettungskräfte warteten auf dem Flughafen Barajas auf die Notlandung des Fluges AC837 von Air Canada.
Rettungskräfte warteten auf dem Flughafen Barajas auf die Notlandung des Fluges AC837 von Air Canada. © Europapress/dpa

"Es ist alles völlig ruhig hier an Bord", sagte ein Passagier in einem Radiointerview, als die Maschine noch in der Luft war. Man habe kurz nach dem Start "so etwas wie einen Schlag" gehört, aber die Besatzung habe alle Passagiere schnell beruhigt und erklärt, es liege keine Gefahr vor. Man kehre aus reiner Vorsicht nach Madrid zurück.

Sprecher der Luftbehörden äußerten Kritik an einigen Medien. Durch die stundenlange Live-Berichterstattung hätten Angehörige und Freunde der Passagiere beunruhigt werden können. Derartige Sicherheitslandungen ohne größere Risiken seien nicht selten.

Wegen der Sichtung von Drohnen war der Madrider Flughafen am Montagnachmittag für etwa eineinhalb Stunden komplett gesperrt worden. Mit diesem Zwischenfall hatten die Probleme am Flugzeug von Air Canada nach bisherigen Informationen nichts zu tun. (dpa)