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Flixbus bleibt

Der Fernbus steuert von Görlitz 15 Ziele direkt an. Andere Städte im Kreis sind schlechter dran.

© Uwe Soeder

Von Matthias Klaus

Görlitz. Wer in Görlitz in den Flixbus steigt, der fährt zumeist nach Dresden oder Berlin. Eine Fahrt bis zum Hauptbahnhof der Landeshauptstadt kostete am Sonnabend zum Beispiel sechs Euro, Fahrtzeit eine Stunde und 35 Minuten, nach Berlin zum Flughafen Schönefeld war man mit 15 Euro dabei – mit Umstieg in Dresden. Die beiden Städte sind die beliebtesten Reiseziele des Fernbusunternehmens ab Görlitz. Vom Busbahnhof können Reisende inzwischen 15 Ziele per Flixbus erreichen, unter anderem München, Chemnitz und Cottbus, aber auch Prag und Breslau. „Mit einem Umstieg, zum Beispiel in Dresden oder Berlin, sind viele weitere Ziele in ganz Europa erreichbar“, so Flixbus-Sprecherin Susanne Hintermayr.

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Das Fernbus-Unternehmen ist mit Görlitz als Standort durchaus zufrieden. „Die Verbindungen werden sehr gut von unseren Passagieren angenommen“, sagt die Sprecherin. Momentan seien aber keine weiteren Verbindungen ab Görlitz geplant. Nichtsdestotrotz: Es gebe ständig Prüfungen, inwieweit das Streckennetz ausgebaut werden könne. Entsprechende Neuerungen ab Görlitz seien damit keinesfalls ausgeschlossen, so Susanne Hintermayr.

Neuerungen der anderen Art mussten allerdings schon die Nachbarstädte hinnehmen. Löbau wurde in den vergangenen Monaten völlig von den Flixbus-Verbindungen abgekoppelt, Zittau teilweise. Von Zittau aus geht es derzeit immerhin noch zu zehn Zielen, etwa Prag, München, Breslau. Ob es neue Strecken ab Löbau oder Zittau geben wird – das ist nicht absehbar. Auch andere Oberlausitzer Strecken sind betroffen. Von Bautzen aus geht es beispielsweise nicht mehr direkt nach Niederschlesien, Böhmen und Bayern.

Am Standort Görlitz hält das Unternehmen derweil fest. „Mit dem Halt am Busbahnhof sind wir sehr zufrieden“, sagt Sprecherin Susanne Hintermayr. Flixbus-Mitfahrer würden hier von der zentralen Lage in der Stadt und der guten direkten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr profitieren. „Dies ist vor allem wichtig, da ein Großteil der Fernbusreisenden vor und nach der Fahrt den Umweltverbund, bestehend aus Rad öffentlichem Personen-Nahverkehr, oder zu Fuß, nutzt“, so Susanne Hintermayr. Zudem komme die sehr gute Ausstattung des Görlitzer Busbahnhofes, etwa mit überdachten Sitzgelegenheiten, den Flixbus-Nutzern zugute.

Der neue Görlitzer Busbahnhof wurde 2015 eingeweiht. Bis dahin fuhr Flixbus direkt von der Bahnhofstraße vor dem Landratsamt ab.

Wegen der besonders günstigen Lage des Busbahnhofes und seinem Komfort sowie dem Engagement der Stadt wurde Görlitz in diesem Jahr mit einer Sonderwürdigung beim Wettbewerb „Mobilitätsknoten des Jahres“ ausgezeichnet. Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen zeichnete in diesem Wettbewerb erstmals vorbildliche Halte- und Umsteigeorte in Deutschland aus.