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Flixbus-Unfall: Fahrer droht Anklage

Im Mai 2019 verunglückte ein Bus auf der Autobahn nahe Leipzig, eine Insassin starb. Nun stehen die Ermittlungen kurz vor dem Abschluss.

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Am 19. Mai 2019 kam es auf der A9 zwischen den Anschlussstellen Leipzig-West und dem Rastplatz Bachfurt-West zu einem schweren Unfall. Eine Insassin des Busses wurde getötet.
Am 19. Mai 2019 kam es auf der A9 zwischen den Anschlussstellen Leipzig-West und dem Rastplatz Bachfurt-West zu einem schweren Unfall. Eine Insassin des Busses wurde getötet. © Jan Woitas/dpa

Leipzig. Knapp ein Jahr nach dem tödlichen Fernbusunfall auf der Autobahn 9 in der Nähe von Leipzig stehen die Untersuchungen vor einem Abschluss. In den kommenden Wochen solle mitgeteilt werden, wie die Behörde weiter verfahre, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig, Andreas Ricken, auf Anfrage. 

Entweder erhebt die Staatsanwaltschaft demnach Anklage gegen den 60 Jahre alten Busfahrer oder die Ermittlungen werden eingestellt. Am 19. Mai 2019 war der Bus am frühen Abend auf der A9 verunglückt und auf die Seite gekippt, eine Leitplanke bohrte sich durch die Windschutzscheibe. Eine 63 Jahre alte Frau kam an der Unfallstelle ums Leben. 

Der Busfahrer und acht weitere Menschen wurden schwer, 63 Fahrgäste leicht verletzt. Insgesamt saßen 75 Menschen in dem Fernbus. Gegen den Busfahrer wird wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Aufgrund seiner schweren Verletzungen war er über zwei Monate lang nicht vernehmungsfähig gewesen. Im Oktober hatte der 60-Jährige sich über seinen Anwalt geäußert. 

Zum Inhalt der Aussagen machte die Staatsanwaltschaft jedoch bis zuletzt keine Angaben. In ein Gutachten zum Unfall sei auch die Untersuchung des Unfallfahrzeuges eingeflossen, so Ricken. Dieser war für das Unternehmen Flixbus von Berlin nach München unterwegs gewesen. (dpa)