merken

Florian Winkler auf Siegerkurs

Der Schüler des Großenhainer Siemens-Gymnasiums hat sich beim bundesweiten Wettbewerb unter die besten vier gekämpft.

© Archiv/Klaus-Dieter Brühl

Von Catharina Karlshaus

Anzeige
Ein Klangerlebnis par excellence

Ulrich Tukur, Chefdirigent Juri Gilbo und die Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg mit ihrem unvergesslichen Beethoven-Programm.

Großenhain/München. Die Fleißarbeit in den Sommerferien hat sich gelohnt: Vor wenigen Tagen erhielt Florian Winkler die Nachricht, dass er mit seinem Beitrag beim Nachwuchswettbewerb „Invent a Chip“ in die Riege der besten Vier aufgerückt ist. Am 23. Oktober muss der 18-jährige Schüler nun seinen Entwurf beim Mikro-System-Technik-Kongress in München ausgewählten Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vorstellen.

Die Besten werden neben Geldpreisen auch mit der Aufnahme in das Auswahlverfahren für ein Stipendium und Kontakten zur Industrie sowie die Präsentation der eigenen Projekte auf Messen oder Technikveranstaltungen belohnt.

Florian Winkler verknüpfte mit seiner Idee die Bereiche Technik und Natur und entwickelte einen Mikrochip zur Pflanzenkontrolle. Der gemeinsame Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Technologieverbands VDE findet bereits zum 16. Mal bundesweit an über 3 000 Schulen statt. Der Röderstädter konnte sich mit seinem Projekt in einem Feld von rund 2 150 Teilnehmern durchsetzen.

Schon als Grundschüler begeisterte er sich für technische Dinge: „Mit Programmieren und elektronischen Basteleien beschäftige ich mich in meiner Freizeit, weil man etwas Neues oder Lustiges erschafft, das es vorher in dieser Form noch nicht gab. Es ist also wie das Erstellen eines kleinen Kunstwerkes.“ Seine Chip-Idee kam ihm übrigens, als in der Schule die Fotosynthese und Stoffwechselvorgänge von Pflanzen behandelt wurden. Der Zwölftklässler ist mittlerweile der einzige Schüler Ostdeutschlands, der sich Hoffnungen auf eine vordere Platzierung machen darf.

Ganz entscheidend dafür war das Arbeitsergebnis der zurückliegenden Wochen. In einer sogenannten Praxisphase musste er zur Erprobung seiner Entwicklung mehrere Sensoren in einer Regelschaltung entsprechend verdrahten. Finanziell und praktisch unterstützt wurde der Großenhainer bisher vom CDU-Landtagsabgeordneten Sebastian Fischer, der Creative Factory GmbH in Zusammenarbeit mit Taupitz Laser- und Umformtechnik Großenhain und dem Rostiger Bau- und Möbeltischler Martin Eichler.