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Fluchtversuch endet im Krankenhaus

Eine Vernehmung durch die Polizei war für einen jungen Mann derart unangenehm, dass er kurzerhand fliehen wollte. Dann wurde es allerdings noch unangenehmer.

© Symbolfoto: dpa

Dresden. Am Donnerstag hat sich ein 24-jähriger Dresdner auf der Flucht vor der Polizei schwer verletzt. Zunächst waren die Beamten am frühen Morgen nach Prohlis gerufen worden, weil ein zunächst Unbekannter in die Räume eines Onlinehandels eingebrochen war und Waren im Wert von rund 1 000 Euro mitgenommen hatte.

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Die Ermittlungen konzentrierten sich schnell auf einen 24-jährigen Deutschen, der letztlich in einer Wohnung am Albert-Wolf-Platz festgenommen wurde. Neben dem Diebesgut fanden die Beamten auch einen mit Haftbefehl gesuchten 28-Jährigen, der sich in der Wohnung versteckte. Damit er nun seine zehnmonatige Freiheitsstrafe verbüßen kann, wurde der 28-Jährige umgehend in die Justizvollzugsanlage Dresden gebracht.

Den mutmaßlichen Einbrecher nahmen die Polizisten zur Vernehmung mit auf die Dienststelle an der Kaitzer Straße. Ganz wohl fühlte sich der Ertappte dort offenbar nicht, denn einen Gang zur Toilette nutzte er prompt zur Flucht. Die lief allerdings anders ab als geplant: Der Mann zwängte sich zunächst durch ein etwa 50 mal 30 Zentimeter großes Fenster in der zweiten Etage, verletzte sich beim anschließenden Sprung aber so schwer, dass er in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Dort wurde ihm am Freitag schließlich durch einen Richter der Haftbefehl eröffnet, so dass er nun in das Haftkrankenhaus nach Leipzig verlegt werden kann. (mja)