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Flüchtlinge attackieren Paar

Am Gartenschaugelände in Großenhain kommt es zu Handgreiflichkeiten. Die Polizei läuft jetzt massiv Streife.

© Symbolfoto/Claudia Hübschmann

Von Birgit Ulbricht

Großenhain. Zivilcourage ist eine schwierige Sache. Das musste jetzt ein Pärchen erfahren, das am Festplatz des Landesgarten-schaugeländes in eine Rangelei geriet.

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Ein Haus einzurichten oder den Umzug in eine neue Wohnung zu organisieren, treibt so manchem Zeitgenossen die Schweißperlen auf die Stirn.

Beim abendlichen Spaziergang mit Kinderwagen und Hund bekam das Paar mit, wie ein junges Mädchen im Vorbeigehen von einem Flüchtling aus einer Gruppe von etwa 15 Personen heraus bepöbelt wurde. Das Paar wollte die Situation beruhigen und wurde daraufhin nach eigener Aussage ebenfalls angepöbelt und bespuckt, schließlich setzte es mehrere Faustschläge.

Nach Aussage der Frau sei auch der Hund mehrfach getreten worden und einer der Jugendlichen habe versucht, den Kinderwagen umzureißen und wie wild geschrien, dass sich das Paar von „ihrem“ Platz verpissen solle. Die Pöbler hätten Flaschen auf dem Gehweg zerschlagen und Marihuana geraucht. Soweit die Schilderung der Situation durch das Pärchen. Das Ganze ereignete sich bereits am vergangenen Dienstag (1. August).

Schon in der vorangegangenen Montagnacht war die Polizei wegen Ruhestörung durch die gleiche Personengruppe angerückt. Die Polizei mahnte nicht nur zur Ruhe, sie ließ die Flüchtlinge auch zerbrochene Flaschen wegräumen, die dort von ihnen zerschlagen wurden. Nachdem es nun aber zu Handgreiflichkeiten gekommen ist, wird der Fall insgesamt untersucht.

Für die Attacke auf den Kinderwagen gibt es bislang nur die eine Aussage. Ebenso für die Tritte nach dem Hund. Deutlich geworden ist auch, dass es wohl eine Beziehung zwischen dem angepöbelten Mädchen und dem Flüchtling gegeben hatte. Das könnte der Auslöser für die verbale Attacke gewesen sein. Die Handgreiflichkeit gegenüber dem Pärchen wird noch immer untersucht. Bis Freitag gab es dazu Vernehmungen und Befragungen. Das Paar hat den Vorfall angezeigt.

In den sozialen Netzwerken sorgte die Schilderung durch das Pärchen für viele Kommentare - und dafür, dass eine Gruppe von Bürgern am Röderneugraben patrouillierte. Ein eventuelles tätliches Aufeinandertreffen wiederum will die Polizei unbedingt verhindern. Daher wurde und wird das frühere Landesgartenschau-Areal am Röderneugraben ganz gezielt bestreift, um jedes Aufkommen von Gewaltszenarien von Anfang an zu unterbinden.