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Flüchtlinge werfen Steine auf Wachleute

Die angespannte Lage am Landesamt für Gesundheit und Soziales in Berlin ist zeitweise eskaliert. Die Erstaufnahmestelle zur Registrierung im Amt völlig überlaufen. Jetzt soll die Bundeswehr helfen.

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© dpa

Berlin. Die wegen des Andrangs von Flüchtlingen angespannte Lage am Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) ist am Dienstag zeitweise außer Kontrolle geraten. Flüchtlinge hätten Steine auf die Wachleute der eingesetzten Sicherheitsfirmen geworfen, berichteten Augenzeugen. Die Behörden-Mitarbeiter hätten sich ins Gebäude zurückgezogen. Etwa zwölf Mannschaftswagen der Polizei fuhren am Nachmittag auf das Gelände, wie andere Augenzeugen berichteten. Die Situation habe sich daraufhin wieder entspannt, sagte ein Polizeisprecher.

Auch am Montag hatten sich etwa 600 Asylbewerber vor dem Lageso eingefunden. Ab 14 Uhr konnten keine neuen Wartenummern mehr ausgegeben werden. Die Polizei musste anrücken, wie häufig in den Tagen zuvor auch. Zeitweilig forderten die Flüchtlinge in Sprechchören Asyl und stürmten die Absperrungen.

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Zur Bewältigung des Flüchtlingsandrangs in Berlin rückt ab Mittwoch die Bundeswehr an. „Ab morgen werden die ersten 15 Soldaten der Bundeswehr bei der Registrierung von Flüchtlingen im Lageso in Berlin unterstützen“, teilte die Senatssozialverwaltung am Dienstag per Twitter mit. Am Wochenende hatten zum ersten Mal Soldaten Ordnungsaufgaben am Bahnhof Schönefeld bei Berlin übernommen. Am Landesamt für Gesundheit und Soziales sollen demnächst 50 Soldaten bei der Registrierung von Flüchtlingen helfen.

Die Bundeswehr kann bei der sogenannten Amtshilfe um Unterstützung gebeten werden. Dieses geschieht auf Grundlage des Artikels 35 des Grundgesetzes, der auch die Hilfe bei Katastropheneinsätzen regelt. (dpa)