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Flüchtlingen in Kirchenasyl droht Abschiebung in Irak

Aus Tschechien sei der Familie signalisiert worden, sie wegen „vermeintlicher Undankbarkeit“ zurück in den Irak abschieben zu wollen, teilt die Brüdergemeine in Herrnhut mit.

© dpa

Herrnhut. Den 17 Mitgliedern einer irakischen Großfamilie, die sich im Kirchenasyl in Herrnhut (Kreis Görlitz) befinden, droht nach Angaben der Brüdergemeine die Abschiebung in ihre Heimat. Aus Tschechien sei der Familie signalisiert worden, sie wegen „vermeintlicher Undankbarkeit“ zurück in den Irak abschieben zu wollen, teilte die Evangelische Brüder-Unität mit. „Eine Abschiebung zurück in den Irak kann für die Mitglieder dieser - bewusst christlich-orthodoxen - Familie lang andauernde Haft, Folter oder gar den Tod nach sich ziehen.“ Deshalb habe man den Irakern vor gut einer Woche den Weg ins Kirchenasyl eröffnet.

Die Familie war gemeinsam mit weiteren Irakern christlichen Glaubens im Februar in einem Vorzeigeprojekt der Tschechischen Regierung aus dem Irak ausgeflogen worden. Da sie sich in Tschechien aber nicht willkommen fühlten, waren sie nach Sachsen weitergereist und hatten in Deutschland Asyl beantragt. Der Antrag war vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit Hinweis auf die Zuständigkeit Tschechiens für unzulässig erklärt und ihre Abschiebung dorthin angeordnet worden. (dpa)

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