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Flüchtlings-Empfang in Pappritz perfekt vorbereitet

Asylbewerber sollen sich dank der Initiative „Willkommen im Hochland“ gut in der neuen Umgebung zurechtfinden.

© Norbert Millauer

Von Kay Haufe

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Ab Mitte März sollen in das ehemalige Hotel Pappritzer Hof bis zu 60 Asylbewerber einziehen. Damit sie dort gute Bedingungen vorfinden, trifft der Besitzer bis Ende Februar die nötigen Brandschutzvorkehrungen. Außerdem gibt es Umbauten in den Bädern sowie an Türen. Zehn bis 14 Tage wird es im Anschluss dauern, das Heim zu möblieren. Bevor die ersten Bewohner einziehen, soll es einen Tag der offenen Tür geben, wie es die Oberbürgermeisterin versprochen hat. Als Termine stehen jetzt entweder der 13. oder der 20. März im Raum, sagte der Schönfeld-Weißiger Verwaltungsstellenleiter Bernd Mizera. Ein genaues Datum werde rechtzeitig bekannt gegeben. Als Übergangsbetreiber sei die Human Care GmbH mit Sitz in Bremen beauftragt worden.

Damit aber für die Flüchtlinge nicht allein ein Dach über dem Kopf bereitsteht, hat sich in der vergangenen Woche der Verein Willkommen im Hochland gegründet. Rund 170 Bürger aus Schönfeld-Weißig und angrenzenden Stadtteilen wollen dabei helfen, dass sich die Asylbewerber in ihrer neuen Umgebung gut zurechtzufinden. „Wir möchten mit dem Sozialamt der Stadt und dem künftigen Betreiber des Übergangswohnheimes zusammenarbeiten“, sagt Astrid Pawassar, die Sprecherin der Initiative. Mittlerweile haben sich sechs Arbeitsgruppen gegründet. Deren Mitstreiter bieten Sprachkurse an, begleiten die Flüchtlinge bei Behördengängen und organisieren Freizeitangebote. Bereits seit zwei Wochen läuft sehr erfolgreich ein sonntägliches Fußballturnier zwischen Helfern und Asylbewerbern aus dem Niederpoyritzer Gustavheim. Anschließend wird gemeinsam Kaffee getrunken. Auch Kleiderspenden werden demnächst gesammelt.

„Außerdem liegt uns ein gedeihliches Zusammenleben der Pappritzer und der Gäste am Herzen. Aus diesem Grund planen wir Informationsveranstaltungen und Begegnungsmöglichkeiten unterschiedlichster Art“, sagt Pawassar. Eine Arbeitsgruppe soll konkret vermeiden, dass sich der Ort spaltet angesichts von Einwohnern, die das Heim sehr kritisch sehen und solchen, die in der Initiative mitarbeiten. „Wichtig ist es, miteinander zu reden“, sagt Angela Schomberg, die die Arbeitsgruppe leitet. Das nächste Fußballspiel findet am Sonntag von 14 bis 16 Uhr in der Sporthalle auf dem Plantagenweg statt.

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