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Dresden

Flüchtlingsinitiativen fordern Gewaltschutz 

Vereine wie der Flüchtlingsrat und der Lesben- und Schwulenverband wollen Aufklärung - und eine besondere Beratungsstelle. 

In dieser Unterkunft an der Hamburger Straße sind Hunderte Flüchtlinge untergebracht.
In dieser Unterkunft an der Hamburger Straße sind Hunderte Flüchtlinge untergebracht. © Sven Ellger

Hinweise auf  Gewalt und auch auf sexualisierte Gewalt müssten  ernst genommen und sorgfältig untersucht werden, unabhängig vom Vorliegen einer Strafanzeige. Das fordern Flüchtlingsinitiativen wie unter anderem der sächsische Flüchtlingsrat, der Gerede e.V. und der Sowieso-Verein aus Dresden. 

Anlass der Forderungen sind unter anderem die Vorwürfe gegen den CSD-Chef Ronald Zenker. Er soll mit Flüchtlingen, die er betreut, Sex gehabt haben. Diese sollen mit ihm geschlafen haben, da sie fürchteten, sonst keine Hilfe mehr von ihm zu bekommen. Zenker bestreitet das und weißt die Vorwürfe vehement zurück. Bewiesen ist nichts, es gilt die Unschuldsvermutung.     

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Die Initiativen fordern nun die Aufklärung und Transparenz bei solchen Fällen. Es müsse generell eine unabhängige Beschwerdestelle für Asylbewerber eingerichtet werden, an die sich Betroffene wenden können. Außerdem, so fordern die Vereine, müssten ausreichend Ressourcen bereitgestellt werden, um Betroffene von Gewalt, egal in welcher Form, zu unterstützen und professionell zu beraten. 

Außerdem fordern die Initiativen, unter anderem auch Rosalinde aus Leipzig und der Lesben- und Schwulenverband in Sachsen , den  Zugang zu Aufnahmeeinrichtungen wie der Hamburger und Bremer Straße in Dresden müsse  Nichtregierungsorganisationen und Wohlfahrtsverbänden ohne Hürden erlaubt werden. (SZ/jv)

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