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Flüchtlingsunterkunft soll bleiben

Auch von Morddrohungen lässt sich der Meißener Bauunternehmer nicht unterkriegen: Er will das Mehrfamilienhaus nach dem Brandanschlag für Flüchtlinge rasch wieder herrichten.

© dpa

Meißen. Nach dem Brandanschlag auf die geplante Flüchtlingsunterkunft in Meißen soll das Haus in mehreren Monaten wieder genutzt werden können. Der Landkreis hält an seinen Plänen fest, in dem Gebäude Asylbewerber unterzubringen. „Wir hoffen, dass das Haus im Spätherbst wieder beziehbar ist“, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes am Dienstag. Der Vertrag mit dem Bauunternehmer, von dem das Landratsamt das Gebäude gemietet habe, werde aufrechterhalten. Nach ersten Schätzungen belaufen sich die Schäden in dem vierstöckigen Mehrfamilienhaus auf rund 150 000 Euro. Gutachten müssten aber noch abgewartet werden, hieß es.

Feuerwehreinsatz in Asylunterkunft

Ein Feuerwehrmann schaut aus dem ausgebrannten Zimmer.
Ein Feuerwehrmann schaut aus dem ausgebrannten Zimmer.
Im Licht des Schweinwerfers zeigt sich noch der Rauch vom Brand.
Im Licht des Schweinwerfers zeigt sich noch der Rauch vom Brand.
Feuerwehrleute kommen nach getaner Arbeit aus dem Haus.
Feuerwehrleute kommen nach getaner Arbeit aus dem Haus.
Das Löschteam.
Das Löschteam.
Das Feuer in der ersten Etage war schnell gelöscht, doch das Zimmer ist völlig zerstört.
Das Feuer in der ersten Etage war schnell gelöscht, doch das Zimmer ist völlig zerstört.
Über die Drehleiter bergen Feuerwehrleute die Trümmer aus dem Zimmer.
Über die Drehleiter bergen Feuerwehrleute die Trümmer aus dem Zimmer.
Trümmer der Brandnacht.
Trümmer der Brandnacht.
Ein Feuerwehrmann wirft verkohlte Trümmer aus dem Fenster.
Ein Feuerwehrmann wirft verkohlte Trümmer aus dem Fenster.
Nach dem Löschen kommt das Aufräumen.
Nach dem Löschen kommt das Aufräumen.
Die Einsatzfahrzeuge.
Die Einsatzfahrzeuge.
Einpacken nach dem Einsatz.
Einpacken nach dem Einsatz.
Hinter den verrußten Fenstern ist das verkohlte Zimmer zu sehen.
Hinter den verrußten Fenstern ist das verkohlte Zimmer zu sehen.
Gespenstischer Einblick.
Gespenstischer Einblick.
Sachsen / Meißen: Am 28.06.2015 brannte es gegen 0.15 Uhr auf der Rauhentalstraße in Meißen. Hierbei soll es sich um ein noch unbewohntes Asylbewerberheim handeln. Bei der Ankunft der Feuerwehr, brannte es in einem Raum in der ersten Etage. Die Feuerwehr konnte den Brand zügig löschen. Dennoch brannte das Zimmer vollständig aus. Auch weitere Teile des Gebäudes wurden in Mitleidenschaft gezogen. Ob das Haus noch bewohnbar ist, konnte noch nicht geklärt werden. Die Polizei hat ihre Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen:
Sachsen / Meißen: Am 28.06.2015 brannte es gegen 0.15 Uhr auf der Rauhentalstraße in Meißen. Hierbei soll es sich um ein noch unbewohntes Asylbewerberheim handeln. Bei der Ankunft der Feuerwehr, brannte es in einem Raum in der ersten Etage. Die Feuerwehr konnte den Brand zügig löschen. Dennoch brannte das Zimmer vollständig aus. Auch weitere Teile des Gebäudes wurden in Mitleidenschaft gezogen. Ob das Haus noch bewohnbar ist, konnte noch nicht geklärt werden. Die Polizei hat ihre Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen:
Der Blick durch ein Fenster im Erdgeschoss in ein neu eingerichtetes Zimmer.
Der Blick durch ein Fenster im Erdgeschoss in ein neu eingerichtetes Zimmer.

Unbekannte hatten in der Nacht zum Sonntag ein Feuer in dem noch unbewohnten Gebäude gelegt. Die Polizei schließt einen extremistischen Hintergrund nicht aus. In dem vierstöckigen Mehrfamilienhaus sollten bis zu 35 Asylbewerber in acht Wohnungen unterkommen. „Bisher haben wir mit der dezentralen Unterbringung in Meißen gute Erfahrungen gemacht“, sagte die Sprecherin des Landratsamtes. Umso mehr seien alle entsetzt und schockiert gewesen.

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Unterdessen haben Staatsanwaltschaft und das Operative Abwehrzentrum (OAZ) nach Drohungen gegen den Hauseigentümer Ermittlungen aufgenommen. Bauunternehmer Ingolf Brumm erstattete Anzeige, weil er Morddrohungen erhalten hatte. „Die richteten sich gegen mich, meine Familie und auch meine Firma“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Er sprach von „braunem Terror.“

Die Drohungen habe er per Mail und auch am Telefon erhalten. „Ich werde mich aber nicht unterkriegen lassen“, kündigte der Bauunternehmer an. Er will das Haus so schnell wie möglich sanieren und für Flüchtlinge erneut instand setzen. (dpa)