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Flughafenarchitekt weist alle Schuld von sich

Der Bau des neuen Airports in Berlin war von Beginn an „ein Ritt auf Messers Schneide“. Und das war auch allen bewusst, so der Baumeister.

Berlin. Zu wenig Personal, zu knapp kalkuliert, das seien die Gründe für die verspätete Eröffnung des Hauptstadtflughafens (BER). Der Architekt des BER, Hans-Joachim Paap, hat jedenfalls den Vorwurf einer mangelhaften Bauüberwachung seinerseits zurückgewiesen. „Wir haben auch Fehler gemacht, aber keine, die zur Verzögerung der Eröffnung geführt haben“, sagte Paap aus dem Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner (GMP) am Freitag bei seiner zweiten Vernehmung vor dem Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Der Flughafen Berlin Brandenburg sollte eigentlich im Oktober 2011 eröffnet werden, ist aber wegen Pannen und Baumängeln bis heute nicht in Betrieb.

Paap kritisierte, dass die Flughafengesellschaft als Bauherr anfangs lediglich 60 Bauleiter für das Großprojekt genehmigt habe. Die Planungsgemeinschaft BBI, darunter das Büro GMP, habe drei Jahre lang gedrängt, die Zahl aufzustocken, bis es schließlich 120 Bauleiter gewesen seien. Heute seien sogar 300 für das Projekt da.

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Bereits im Juni 2010 wurde die Eröffnung erstmals um sieben Monate auf Juni 2012 verschoben. Grund dafür waren neue Bestimmungen der Europäischen Union für Flüssigkeiten im Handgepäck. Für die neuen Kontrollgeräte wurde mehr Platz gebraucht, zwei Pavillons mussten deshalb zusätzlich gebaut werden. Paap sagte am Freitag, die sieben Monate seien knapp kalkuliert gewesen: „Der Ritt auf Messers Schneide war allen bewusst.“ Er habe damals für eine Verschiebung von 12 bis 15 Monaten plädiert, sich aber nicht durchsetzen können. Ein Starttermin für den BER ist nach wie vor unklar. (dpa)