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Flugplatz-Festival wird so groß wie nie

Rock am Airport startet am Wochenende zum vierten Mal. Mitorganisator Peter Kettner verspricht gleich mehrere Neuerungen.

© Sebastian Schultz

Von Stefan Lehmann

Riesa. Die Sonne knallt am Mittwochvormittag heiß auf das Gelände neben dem Flugzeughangar. Ein Wetter, das Peter „Kette“ Kettner und seine Mitstreiter auch am Sonnabend gut gebrauchen könnten, wenn auf dem Grundstück der Stadtwerke wieder die Bühne für das Festival „Rock am Airport“ aufgebaut wird. Strahlender Sonnenschein, das wäre eine Premiere, sagt Kettner und zuckt mit den Schultern. „In den vergangenen drei Jahren hatten wir immer Regen.“ Die Laune der Veranstalter hat das offenbar nicht getrübt. Trotz des Wetters kamen einige hundert Besucher zur Veranstaltung. Nur die spontanen Radausflügler, die seien bei 13 Grad und Regen eben nicht auf den Flugplatz in Göhlis zu bekommen, weiß der 62-Jährige. „Wer um drei aus dem Fenster guckt und sieht, dass es regnet, der kommt auch abends nicht mehr. Obwohl es am Abend meist besser wurde.“

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Dabei lohnt sich der Besuch diesmal so sehr wie noch nie, seit das Festival vor drei Jahren erstmals startete. „Zum ersten Mal starten wir bereits 15 Uhr“, sagt Peter Kettner. Das hat auch seinen Grund, denn in diesem Jahr soll sich erstmals auch der Flugplatz selbst mit am Festival beteiligen. Die Besucher können dann die Flugzeuge aus der Nähe bestaunen, und es sollen Gästeflüge angeboten werden. Die sind natürlich nur möglich, so lange es hell ist. Ein bisschen wolle man damit auch an die großen Flugplatzfeste anknüpfen, die vor 15, 20 Jahren in Göhlis stattfanden, sagt Kettner – auch, wenn die aktuelle Auflage natürlich eine Nummer kleiner wird. Das könne sich ja aber in den nächsten Jahren ändern, wenn die Veranstaltung sich etabliert. „Dann könnte man möglicherweise auch mal Ballonfahrten anbieten oder Oldtimerflieger herholen.“ – Der frühere Start hat auch direkte Auswirkungen auf das musikalische Programm. Das beginnt, anders als in den Vorjahren, nicht erst 18 Uhr, sondern ebenfalls schon am Nachmittag ab 15 Uhr mit den Gruppen Taktlos, Projekt G und Winestock. Anschließend spielen ab 18 Uhr vier Bands von „Wir von hier“. „Und zwar diejenigen, die nicht auf dem Stadtfest spielen – Ironspoon, Revival, Mei-Music und die Hemps“, betont Peter Kettner, der selbst schon seit 50 Jahren auf der Bühne steht. Die Musiker, auch die Vorbands, kommen allesamt aus der Region, gespielt wird, wie es der Titel schon verrät, Rock. Vor allem die Klassiker. Entsprechend trage auch das Publikum Jeansjacke und habe graues Haar, scherzt Kettner. „Das Gute an dem Gelände ist, dass hier keinen die laute Musik stört.“ Zusätzlich wird es auch ein Kinderprogramm und eine Hüpfburg geben.

Während die Bühne schon in den nächsten Tagen angeliefert wird, hoffen die Organisatoren noch auf einen Sponsor. „Die Esam, die Stadtwerke, den Handelshof und die Wohnungsgesellschaft konnten wir gewinnen.“ Wenn das Wetter stimme und das Festival gut besucht sei, dann sei der Rest über Eintrittsgelder finanzierbar. Aber verlassen will sich Kettner darauf nicht. „Bühne, Technik, die Gagen – das kostet.“ Nass werden soll aber auch bei Regen keiner: Für diesen Fall wird auf dem Gelände ein offenes Zelt gestellt und die Bühne überdacht.

Karten zur Veranstaltung am 2. Juni am Flugplatz Göhlis gibt es für acht Euro an der Abendkasse vor Ort oder für sechs Euro im Vorverkauf im Riesenhügel, im Mercure-Hotel sowie in der Riesa-Information.