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Pirna

Flutschutz vor Kreuzungsumbau

Pirna hat Ideen für die neue Ortsmitte von Neundorf gesucht. Doch die Debatte dreht sich vorerst um ein anderes Thema.

Zentrale Kreuzung in Neundorf: Alles soll schicker werden.
Zentrale Kreuzung in Neundorf: Alles soll schicker werden. © Archivfoto: Millauer

Der Aufruf an die Einwohner des Ortsteils Neundorf, sie mögen doch Ideen für den Umbau der Kreuzung in der Ortsmitte beisteuern, hat im sozialen Netzwerk Facebook eine kontroverse Debatte ausgelöst. Einige der Diskutierenden liefern zwar konkrete Vorschläge. So wünscht sich beispielsweise Elvira Küchler bessere Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten an den Bushaltestellen und auch Bänke, auf denen man verweilen kann. Andere wiederum können dem Aufruf nur wenig abgewinnen. „Was gibt es denn da zu überlegen und zu suchen?“, fragt Christian Weber. Ein Kreisverkehr, ein bisschen Grün in die Mitte, schreibt er, damit sei es dann auch gut.

Die Hauptdebatte dreht sich allerdings um ein anderes Thema: Wie soll künftig verhindert werden, dass von den Feldern oberhalb des Ortes wild abfließendes Wasser das Neundorfer Zentrum überschwemmt?. „Bevor das Thema Ortsmitte angegangen wird, muss das Überfluten der Straße und der Anwohner-Grundstücke nachhaltig abgeschafft werden“, schreibt Steffen König. Ansonsten könne die Stadt auf der Kreuzung gleich den größten Gully der Welt mit einem Direktanschluss an die Gottleuba errichten.

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Hintergrund der Debatte ist, dass kürzlich zum wiederholten Male eine Schlammlawine mehrere Straßen, den Knotenpunkt sowie einige Grundstücke überflutet hatte. Ausgelöst wurde die Lawine von heftigen Regenfällen. Im Pirnaer Rathaus liegt inzwischen eine Studie vor, wie das Wasser von den Krietzschwitzer Hanglagen oberhalb von Neundorf aufgehalten werden soll. Doch bis zum wirksamen Schutz dauert es noch – zunächst müssen noch technische Details und die Finanzierung geklärt werden. Die Kreuzung im Zentrum soll hingegen schon ab 2020 umgestaltet werden.