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Fördermillionen für deutsch-polnische Projekte

Allein für die Welterbestätten Muskauer Park und Muskauer Faltenbogen fließen insgesamt 1,6 Millionen Euro.

© André Schulze

Von Thomas Staudt

Region. Der Begleitausschuss des Kooperationsprogramms Interreg Polen-Sachsen 2014-2020 hat in der vergangenen Woche in Bad Muskau den Weg frei gemacht für weitere Investitionen. Insgesamt geht es um knapp 25 Millionen Euro. 21,6 Millionen Euro fließen allein als Fördermittel für elf Projekte. Die restlichen Gelder sind Eigenmittel der jeweiligen Projektträger.

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Zu den genehmigten Anträgen gehören Revitalisierungs- und Promotionsmaßnahmen im Muskauer Park (1,2 Mio. Euro). Die grenzübergreifende Parkanlage zählt zum gemeinsamen polnisch-sächsischen Natur- und Kulturerbe. Sie ist außerdem Unesco-Weltkulturerbe. Die Unesco hat in der Region auch den Geopark Muskauer Faltenbogen auf ihrer Liste. Für die Erhaltung und Förderung der geologischen Besonderheiten des Muskauer Faltenbogens und der Endzeitmoräne des Sorauer Waldes wurden 438000 Euro genehmigt. Ein Ja gab es auch für die Projekte Brückenpark, Neisse:Go, Abenteuer im Gebirge, Abenteuer Neisse, Alleen ohne Grenzen und Kultur ohne Grenzen (Amphitheater Boleslawiec und Freilichtbühne Weinau in Zittau).

Im Rahmen des Förderprogramms Efre werden die Planungen für eine Brücke zwischen Piensk und Deschka (127500 Euro) gefördert, außerdem die Modernisierung der Landesstraßen 351 Piensk-Jedrzychowice (6,6 Mio.) und 353 Piensk-Strzelno (3,2 Mio.). Referenzpartner auf deutscher Seite sind die Dr.-Kahlbaum-Allee in Görlitz und die Rothenburger Straße in Krauschwitz. Görlitz und Zgorzelec dürfen sich über eine Förderung für die Sanierung des beiderseits der Neiße gelegenen Stadtparks freuen (3,1 Mio.).

Vom Kooperationsprogramm Interreg profitieren auf polnischer Seite die Unterregion Jelenia Góra in der Wojewodschaft Niederschlesien und der Landkreis Zarski in der Wojewodschaft Lubuskie. Auf deutscher Seite ist es auf die Landkreise Görlitz und Bautzen zugeschnitten. Für die Umsetzung stehen insgesamt 70 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) zur Verfügung. Die Förderung beträgt maximal 85 Prozent. Mit der Unterstützung sollen die Zusammenarbeit im Grenzgebiet vertieft und vorhandene Entwicklungsbarrieren überwunden werden. Um die Ziele zu erreichen, wurde das Gesamtprojekt in vier Themenschwerpunkte („Prioritätsachsen„) unterteilt. Dabei geht es um das gemeinsame Natur- und Kulturerbe ( 21,7 Mio. Euro), )die regionale Mobilität (13,6 Mio.), die grenzübergreifende Aus- und Weiterbildung (10,14 Mio.) und die partnerschaftliche Zusammenarbeit (20,36 Mio.).