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Fördermittel für Schlossdach

Der Gemeinderat fordert zudem von den Betreibern des Hermsdorfer Schlosses eine Liste mit künftig anfallenden Arbeiten. Für mehr Transparenz.

© René Plaul

Von Nadine Steinmann

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Ottendorf/ Hermsdorf. Es ist eine gute Nachricht, die bei der vergangenen Sitzung des Ottendorfer Gemeinderates verkündet wurde: Dank des engagierten Einsatzes von Sachsens Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich sowie dem Bundestagsabgeordneten Arnold Vaatz kommen die Fördermittel des Bundes für die Sanierung des Hermsdorfer Schlossdaches doch noch. Diese wurden ursprünglich nicht bewilligt und die Gemeinde hätte die finanziellen Mittel in Höhe von rund 80 000 Euro zusätzlich zu den Eigenmitteln selbst aufbringen müssen.

Eine ordentliche Stange Geld, die die Gemeinde eigentlich nicht hat. Deswegen wurde die Sanierung des Schlossdaches erst mal vertagt. Doch nun sieht die Lage wieder anders aus. Genau aus diesem Grund, und weil eine Sanierung des Daches in diesem Jahr nicht mehr realisierbar ist, hat der Gemeinderat beschlossen, die im Haushalt 2016 eingeplanten Eigenmittel für das Dach in das kommende Jahr zu übertragen.

Musik von Bach und Mozart

Neben diesem Beschluss, war von einigen Gemeinderatsmitgliedern aber auch eine Forderung zu hören: Und zwar nach einer Liste mit künftig anfallenden baulichen Arbeiten. Damit die Gremiumsmitglieder einen besseren Überblick über die kommenden Kosten haben und besser informiert sind. Zweifel an dem historischen Gebäude selbst übten die ehrenamtlichen Politiker allerdings nicht aus. Das Schloss funktioniere gut, was vor allem der Interessengemeinschaft, der Schloßparkgesellschaft und der Betreibergesellschaft zu verdanken ist. Die Mitglieder aller drei Organisationen kümmern sich seit Jahren um die Instandhaltung sowie die Belebung des barocken Hauses. So sanieren die Ehrenamtlichen der Interessengemeinschaft beispielsweise seit dem Frühjahr die Räume im Westflügel des Erdgeschosses. Außerdem finden auf dem Schloss regelmäßig Konzerte, Märkte oder verschiedene Feste statt. Das Hermsdorfer Schloss hat sich zu einem Kulturzentrum in der Großgemeinde gemausert.

Und das nächste Konzert steht auch schon an: Denn am kommenden Sonntag, den 18. Dezember, lädt Angelika Frenzel von der Betreibergesellschaft zum traditionellen Weihnachtskonzert ein. Start ist 15 Uhr, Tickets gibt es für zehn Euro. Es spielt die Pianistin Jeannine Zieschank mit ihren beiden Kindern. Zu Gehör bringen sie unter anderem Werke von Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart. Eine Reservierung der Karten ist erforderlich: Telefon 035205/71646