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Fördermittelprobleme beim Kulturkraftwerk

Beim Umbau des einstigen Kraftwerks Mitte zu einem neuen Kulturzentrum offenbaren sich Finanzierungsprobleme. Ein OB-Kandidat will bei der Lösung eines Problems helfen, für das er selbst mitverantwortlich ist.

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© SZ/Klemm

Dresden. Mitten im Bau gibt es beim Kulturkraftwerk offenbar eine erhebliche Lücke in der Finanzierung. Die ursprünglich eingeplanten Fördermittel von 15 Millionen Euro hatten sich bereits im Zuge einer Überprüfung auf 13 Millionen Euro reduziert. Nun stellte sich heraus, dass aufgrund von Vorschriften zur Fördermittelvergabe von dieser Summe noch einmal 1,3 Millionen Euro ausfallen.

Die Vorschriften zur Fördermittelvergabe werden vom Innenministerium erteilt. Markus Ulbig sitzt deshalb zwischen zwei Stühlen. Einerseits muss er die von seinem Ministerium veranlasste Kürzung verantworten, andererseits dürfte er als OB-Kandidat für Dresden ein Interesse haben, dass das Prestige-Projekt Mittel erhält.

Aus diesem Grund besichtigte Sachsens Innenminister am Mittwoch die Baustelle. Er sei vor Ort, um eine Lösung zu finden, erklärte der 51-Jährige. Es gebe bereits mehrere Überlegungen, bei denen auch andere Projekte der Stadt profitieren könnten. Welche schließlich zum Tragen komme, sei aber noch offen. Klar sei nur, dass - egal welche Lösung am Ende stehe - der Haushalt der Stadt ausgeglichen sein müsse.

Abgesehen von den Problemen bei der Finanzierung zeigte sich Ulbig beeindruckt vom Baufortschritt am Wettiner Platz. (szo)

Einen ausführlichen Bericht dazu lesen Sie morgen in der SZ