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Förderung für das Vereinsgebäude?

Die Gemeinde sucht nach Unterstützung für den Neubau des Sportlerheims. Hilfe könnte es vom Sportbund geben.

© Dietmar Thomas

Von Eric Mittmann

Ostrau. Die Sportanlage an der Kirchstraße soll komplett erneuert werden. Diese Absicht der Ostrauer Verwaltung steht spätestens seit der Sitzung des Gemeinderates im Juni fest, bei der die Mitglieder bereits die fast vollständige Erneuerung der Außenanlage beschlossen. „Einzig die alte Flutlichtanlage bleibt,weil es sonst zu teuer gewesen wäre“, sagte Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) während der Sitzung. „Die Fundamente für eine mögliche neue Anlage werden bereits gegossen und auch die Kabel verlegt.“

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Damit jedoch nicht genug. In einem zweiten Bauabschnitt soll zudem das Vereinssportgebäude neu gebaut werden. Etwa 690 000 Euro plant die Gemeinde dafür ein. Weil dazu zwei Fördertöpfe genutzt werden sollen, wird der Abschnitt in zwei Teile aufgeteilt. „Es handelt sich hierbei um ein kompliziertes Konstrukt. Zum einen wollen wir dafür die Investitionskraftstärkungsmittel mit einem Pauschalbetrag von 200 000 Euro nutzen“, so Schilling. Diese seien bereits sicher. Für den zweiten Teil, die restlichen 500 000 Euro, hat sich die Gemeinde nun an den Kreissportbund (KSB) Mittelsachsen gewandt. „Wir sind in Gesprächen über die Sportförderung“, erklärte dessen Geschäftsführer Benjamin Kahlert. Eine verbindliche Zusage gäbe es zwar noch nicht. Dennoch lobte Kahlert das Vorgehen der Gemeinde. „Sie sind auf uns zugekommen und wir haben dann noch den Landessportbund sowie das Landratsamt ins Boot geholt.“ So könnten Prozesse schnell vonstatten gehen. „Wenn die Gemeinde jetzt ihre Hausaufgaben machen und alle Unterlagen fristgerecht bis zum 30. September abgeben, dann sieht das sehr gut aus“, so der Geschäftsführer.

Schilling hofft indes darauf, dass die Sportförderung des Freistaates Sachsen ebenso geändert wird, wie zuletzt die Feuerwehrförderung. „Diese wurde zuletzt von 19 Millionen auf 40 Millionen Euro erhöht“, erklärte der Bürgermeister. Absichten, einen ähnlichen Schritt im Falle der Sportförderung zu gehen, gäbe es bereits.

Wie genau die Sportförderung ausfällt, müsse zunächst noch geklärt werden, sagten sowohl Schilling als auch Kahlert. „Wir sprechen derzeit alles mit unserem Planer durch. Der Bauantrag wurde zudem bereits gestellt. Das haben wir über einen Umlaufbeschluss erledigt. Die Entscheidung fiel einstimmig dafür aus“, erklärte Ostraus Bürgermeister.

Allein der erste Bauabschnitt für das Außengelände soll bereits 271 000 Euro kosten, wobei 209 000 Euro auf den Landschaftsbau, 24 000 Euro für die Starkstromanlagen und 3 8000 Euro Planungskosten anfallen. Im Haushalt war das Projekt zunächst mit 251 000 Euro eingestellt. „Die zusätzlichen 20 000 Euro werden wir aus der diesjährigen Sonderzuweisung des Landes in Höhe von 70 000 Euro decken“,erklärte Schilling. Weitere 200 000 Euro erhält die Gemeinde von der Leader-Förderung der Lommatzscher Pflege, die die Sanierung bereits mit einem Fördersatz von 80 Prozent befürwortet hat. „Allerdings ist diese Förderung bei 200 000 Euro gedeckelt. Nichtsdestotrotz ist das eine sehr gute Quote. Für gewöhnlich werden Sportanlagen zu maximal 50 Prozent gefördert“, so der Bürgermeister.