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Förderung für Ex-Niegelhaus

Die Stadt Kamenz will das Projekt der Genossenschaft „Neue Altstadt Kamenz“ unterstützen. Es dient der Inklusion Behinderter.

© René Plaul

Kamenz. Die Baugenehmigung ist erteilt, aber noch tut sich nichts am ehemaligen, mittlerweile recht maroden Niegelhaus in der Bautzner Straße in Kamenz. Das könnte sich schnell ändern, wenn der Stadtrat noch im Juni grünes Licht für eine mögliche Förderung des stadtbildprägendes Objektes erteilt. Der Bau- und Stadtentwicklungsausschuss hat dies am Dienstag ab 17 Uhr auf der Tagesordnung.

Worum geht es? Das Haus gehört seit einiger Zeit der Genossenschaft „Neue Altstadt Kamenz“, die es umfassend sanieren will. Allerdings nicht vordergründig gewinnbringend. Das Gebäude soll nach der Fertigstellung an das Christliche Sozialwerk vermietet werden. Die gemeinnützige GmbH wird hier im Obergeschoss eine Außenwohngruppe für fünf Menschen mit Handicap einrichten. Damit wäre eine Nutzung gegeben, die förderfähig ist. Sogar im großen Stil. Für das 750 000 Euro teure Gesamtvorhaben könnten etwa 550 000 Euro als Zuschuss fließen, wobei ein Eigenanteil von 180 000 Euro bei der Stadt verbliebe. Der Umbau würde bis 2020 möglich sein, danach begännen 15 Jahre Fördermittelbindefrist. Das heißt, in dieser Zeit wäre keine andere Nutzung als die angedachte möglich. Auf die Idee war der Eigentümer auch deshalb gekommen, weil die Parkplatzsituation vor Ort kompliziert ist. Für die Außengruppe der Behinderten wären private Parkplätze nicht nötig.

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Gleichwohl aber für die Nutzung des Erdgeschosses. Hier bleibt es einerseits bei der historischen Ladeneinrichtung, die zum Beispiel auch Mietfächer für Kleingewerbe einschließen soll. Außerdem ist ein Café namens „I-Treff“ geplant, das allen Menschen mit oder ohne Behinderung zur Verfügung stehen soll. Abhängig von der Saison sind bis zu 20 Plätze geplant. Es würde sich auch für kleinere Veranstaltungen wie Lesungen eignen, heißt es. (SZ/fro)