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Bautzen

Folklorefestival: 20.000 Gäste erwartet

In Crostwitz sind am ersten Juli- Wochenende Klänge und Tänze aus der ganzen Welt zu erleben. Auch Bautzen ist Festivalort.

Ensembles aus aller Welt kommen Anfang Juli zum Internationalen Folklorefestival "Lausitz" nach Crostwitz (Foto) und Bautzen. © archivfoto: dpa/Sebastian Kahnert

Bautzen/Crostwitz. Crostwitz im Herzen der sorbischen Lausitz verwandelt sich am ersten Juli-Wochenende zur Bühne für ein großes Tanz- und Musikfest. In sechs Höfen und im Dorfzentrum sind beim Internationalen Folklorefestival „Lausitz“ Klänge und Tänze der ganzen Welt zu erleben. „Wir wollen als Sorben wieder ein guter Gastgeber sein“, sagte Festivalchef Marko Kowar. 

Zu Gast bei der diesjährigen Auflage vom 4. bis 7. Juli sind zwölf Ensemble von vier Kontinenten. Bei ihrer Auswahl sei besonderer Wert auf die Teilnahme von Vertretern von Volksgruppen und Minderheiten gelegt worden, sagte Kowar. Ein weiteres Auswahlkriterium sei, dass die Ensemble Tänze oder Instrumenten dabei hätten, die bereits zum geschützten immateriellen Kulturerbe gehörten. So bringt die Gruppe „Qhaswa“ aus Peru rituelle Tänze mit, die Gruppe „Bafopaz“ aus Bolivien zeigt Tänze und Musik der indigenen Yampara-Kultur in den Südanden. Eine Gruppe aus Nepal präsentiert Musik und Tänze buddhistischer und hinduistischer Herkunft.

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Neben den internationalen Teilnehmern treten zehn Folkloregruppen sowie zwölf Nachwuchsformationen aus der Lausitz und Deutschland auf. Das Festival beginnt mit einem Festumzug am 4. Juli durch Bautzen. Am Freitag macht es einen Abstecher in der Niederlausitz, bevor die Festivalkarawane nach Crostwitz weiterzieht. „Es sind rund 400 Helfer allein aus unserem Dorf und der näheren Umgebung am Gelingen des Festivals beteiligt“, sagte Marko Kliemann, ehrenamtlicher Bürgermeister in Crostwitz. 

Nach Veranstalterangaben werden in dem Ort mit 500 Einwohnern am Festivalwochenende 20.000 Besucher erwartet. „Auch viele ehemalige Lausitzer nutzen das Fest für einen Abstecher in die alte Heimat“, sagte Kowar. Darüber hinaus würden Gäste aus Sachsen, Brandenburg und sogar den alten Bundesländern kommen. Erstmals werden mit den Verkehrsverbünden Shuttlebusse zwischen Kamenz und Crostwitz sowie Bautzen und Crostwitz angeboten.

Zum ersten Mal trafen sich 1995 auf Einladung der Domowina Amateure aus unterschiedlichen Ländern zu dem Folklore-Spektakel. (dpa/mis)