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Footballer wechseln den Spielmacher

Nach dem Ausfall ihres Stamm-Quarterbacks stellen die Dresden Monarchs ihr System binnen einer Woche auf dessen Ersatzmann um.

Quarterback Zack Greenlee arbeitet an seinem Comeback.
Quarterback Zack Greenlee arbeitet an seinem Comeback. © dpa/Daniel Schäfer

Dresden. Geht das gut? Erst seit Mittwoch vergangener Woche ist Glen Cuiellette in Dresden. Bereits am Sonnabend führt er die Monarchs erstmals in ein Spiel der German Football League – und das ausgerechnet beim Spitzenreiter. Die Hildesheim Invaders führen ungeschlagen mit fünf Erfolgen vor den New Yorker Lions aus Braunschweig, gegen die Dresden am 1. Juni vor beinahe 8000 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion mit 31:34 unterlag. Außerdem verloren die Monarchs Zack Greenlee. Der Regisseur prellte sich bei einer harten Attacke kurz vor Ende der ersten Hälfte eine Rippe und verletzte sich am Oberschenkel.

„Beides ist äußerst schmerzhaft, aber zeitnah zu beheben“, sagt Cheftrainer Ulrich Däuber. Dresden musste reagieren und schnellstmöglich einen Ersatz verpflichten. Die Monarchs entschieden sich für ihren Backup-Spielmacher Cuiellette von der Texas Southern University aus der Division I. Als ebenso passstarker Regisseur passt der 24-jährige US-Amerikaner sehr gut in das auf den Stamm-Spielmacher zugeschnittene Dresdner System und vertritt Greenlee mindestens in Hildesheim.

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„Wir hatten nur gut eine Woche, um das neue Gefüge zusammenzubringen“, sagt Däuber. „Es ist schwer, sich so schnell auf den Tabellenführer im Norden vorzubereiten – erst recht, da sich die Invaders in der Passverteidigung noch einmal verstärkt haben.“ Mit LeMarkus Bailey aus den USA rüstete Hildesheim in der vergangenen Woche kräftig nach und besserte den wahrscheinlich einzigen Schwachpunkt dadurch aus. Offensiv sind die Invaders längst das Maß der Dinge. „Das macht die Aufgabe noch schwerer“, sagt Däuber. „Hildesheim hat 2019 einen ausgezeichneten Kader zusammengestellt. Das Team verpflichtete mit dem Ex-Braunschweiger Casey Therriault einen der wohl besten Spielmacher der vergangenen GFL-Jahre.“

Die Monarchs brauchen sich dennoch nicht zu verstecken. Sie waren bisher mit 328 erworfenen Yards pro Spiel das passstärkste Team der GFL Nord. Das erklärt wohl auch Hildesheims späte Verpflichtung von Bailey. Dresden fühlt sich auf alle Fälle in der Rolle des Außenseiters wohl. Jetzt kommt es darauf an, ob Cuiellette ähnlich gut Regie führt wie Greenlee, der derweil konzentriert mit den Physiotherapeuten in der Rehabilitation hart an seinem Comeback arbeitet – gut möglich, dass er beim nächsten Heimspiel am 22. Juni gegen die Cologne Crocodiles schon wieder Dresdens offensiver Dreh- und Angelpunkt ist. Spätestens eine Woche später bei den Potsdam Royals soll Greenlee zurückkehren, denn anschließend beginnt die vierwöchige Sommerpause, und die Monarchs erwarten sein Comeback davor.

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