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Forscher beenden Untersuchungen

Seit August hatten Archäologen die Bauarbeiten in Leutewitz begleitet. Nun wagen sie ein erstes Fazit.

Von Stefan Lehmann

Riesa. Bei der Begleitung von Bauarbeiten in Leutewitz sind Wissenschaftler auf gut erhaltene Siedlungsreste aus der Vorgeschichte gestoßen. Auf einer Talsanddüne sei unter jüngeren Überwehungen eine sogenannte Kulturschicht erhalten, die vor allem Funde der älteren römischen Kaiserzeit enthält, sagt Michael Strobel vom Landesamt für Archäologie. Die Datierung sei aber noch nicht abgeschlossen. „Wahrscheinlich sind auch ältere Perioden vertreten.“

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Auf dem Feld in Leutewitz hatte die Wasserversorgung Riesa-Großenhain (WRG) Anfang August begonnen, Leitungen auszutauschen. „Die Zusammenarbeit mit der Wasserversorgung verlief hervorragend“, lobt Strobel. Völlig überraschend sind die Funde laut Strobel nicht. Schon in den 60er Jahren habe es an der Stelle Grabungen gegeben. „Es ist aber schon etwas Besonderes, dass Geschichte im Boden derart konserviert ist.“

Neben der antiken Kulturschicht wurden auf dem Gelände auch Spuren einer Siedlung gefunden, die sich vermutlich im Mittelalter dort befunden hatte. Kulturschichten sind insbesondere bei Ausgrabungen besonders interessant für Archäologen, weil sie einen großen Teil möglicher Funde und vor allem noch Oberflächen dieser Zeit enthalten können. In Leutewitz soll aber nichts ausgegraben werden. „Die Schichten sollen als Quelle für künftige Generationen erhalten bleiben“, sagt Strobel.