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Wirtschaft

Forscher untersucht Treuhand-Spätfolgen

Der preisgekrönte Volkswirt Ufuk Akcigit will klären, welche historischen Gründe der Rückstand der ostdeutschen Wirtschaft im Vergleich zur westdeutschen hat.

© Jens Wolf/zb/dpa (Symbolbild)

Halle/Chicago. Der preisgekrönte Volkswirt Ufuk Akcigit kommt aus Chicago nach Halle, um die Spätfolgen der Treuhand für die ostdeutsche Wirtschaft zu erforschen. Der 39-Jährige erhält in diesem Jahr den Max-Planck-Humboldt-Forschungspreis und wählte sich das Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) als Forschungspartner, wie das IWH am Donnerstag mitteilte.

Akcigit wolle unter anderem der Frage nachgehen, welche historischen Gründe der bestehende Rückstand der ostdeutschen Wirtschaft im Vergleich zur westdeutschen hat. Dabei solle etwa die Rolle der agierenden Manager bei der Privatisierung der DDR-Betriebe durch die Treuhandanstalt untersucht werden. So will Akcigit modellieren, wie die ostdeutschen Betriebe heute aufgestellt wären, wenn sie ausschließlich von talentierten Unternehmerpersönlichkeiten übernommen worden wären. "Für das IWH ist es ein einzigartiger Gewinn, dass Ufuk Akcigit uns als Partner ausgewählt hat", erklärte Institutschef Reint Gropp.

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Akcigit wurde 1980 in Braunschweig geboren, studierte Wirtschaftswissenschaften in Istanbul und ist inzwischen Professor an der Uni Chicago. Der Max-Planck-Humboldt-Forschungspreis ist mit 1,5 Millionen Euro dotiert und zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen im Wissenschaftsbetrieb. Er wird jährlich an eine Forscherpersönlichkeit im Ausland verliehen, die dann eine bestimmte Zeit in Deutschland arbeitet. Die diesjährige Verleihung ist für den 5. November in Berlin geplant. (dpa)

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