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Pirna

Forst mit Sturmschäden überfordert

Die Menge Totholz vom Schneebruch im Januar und Sturm im März ist enorm.  Der Forstbezirk Neustadt schafft die Aufarbeitung nicht allein.

Ein Kampf mit der Zeit: Wird das Totholz nicht aus dem Wald geschafft, nistet sich der Borkenkäfer ein und vermehrt sich - die nächste Gefahr für die Wälder. © Archivfoto: Daniel Schäfer

Die Beseitigung der Sturmschäden in den Wäldern der Sächsischen Schweiz wird die Mitarbeiter der Forstbezirkes Neustadt noch Monate beschäftigen. Davon geht Forstbezirksleiter Uwe Borrmeister aus. 

Allein Sturm Eberhardt, der im März wütete, hatte mehr als 80 000 Festmeter Holz zerstört. Hinzu kämen die Bäume, die im Januar durch Schneebruch beschädigt wurden. Das Totholz, das durch Sturm und Schneebruch entstanden ist, müsse nun schnell aus dem Wald geholt und aufgearbeitet werden. Das übernehmen teilweise Firmen aus Österreich, weil lokale Unternehmen keine Kapazitäten mehr hätten.

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 Bleibt das Totholz länger im Wald liegen, droht ein neues Problem – die Gefahr von Borkenkäferbefall. „Wir gehen davon aus, dass der Borkenkäfer für rund 150 000 Festmeter schadhaftes Holz sorgen wird“, sagt Borrmeister. Das sei eine deutlich höhere Menge, als im vergangenen Jahr registriert wurde. 

Die Mitarbeiter des Forstbezirkes könnten angesichts dieser Problematik kaum eine reguläre Waldpflege bewerkstelligen. Alles müsse hinten angestellt werden. Das betrifft auch die Aufforstung. Theoretisch sei derzeit Pflanzzeit. Der Forstbezirk hätte schon Setzlinge abbestellen müssen. (SZ/kat)